Bypässe (und ihre Bahnhöfe) sind nicht der heilige Gral! (Allgemeines Forum)

Siggis Malz, Mittwoch, 18.11.2020, 20:33 (vor 10 Tagen) @ bendo

Die Durchschnittsgeschwinigkeit wäre ja nicht so hoch, würden sie Städte auf der Strecke direkt bedient. Paris-Montpellier wären nach deutscher Planung: SFS bis Lyon mit Umweg über Dijon, dort auf die Altstrecke, Halt, dann durch die Stadt schlängeln, dann wieder SFS. Das gleiche Spiel im Lyon, Valence, Avignon....und die Fahrzeit ist schon 1-1,5 Stunden länger. Riskiert man lieber, dass ein Teil der Fahrgäste mit dem Auto nach Valence TGV fährt, oder verliert man wegen der längeren Fahrzeit Fahrgäste Paris-Montpellier ans Flugzeug? Da hilft natürlich nur eine Analyse der Verkehrsströme, was sinnvoller ist.


Die dritte Variante ist halt, beides zu kombinieren. Bypässe auch für größere Städte (wie Mannheim), trotzdem Einbindung ins Stadtzentrum zum zentral, gut mit dem ÖV erreichbaren Hauptbahnhof.

Züge des A-Netzes halten dann zwischen Köln und München maximal in Frankfurt Flughafen und Stuttgart. Züge des B-Netzes auch alternierend auf der KRM, in Mannheim und Augsburg und vielleicht auch in Darmstadt.


Genau das meine ich! Allein für die Möglichkeit bräuchte es aber die Infrastruktur...

Ne, weil ihr mMn. etwas grundlegendes vergesst. Um eure Träume von Bypass-Bahnhöfen zu verwirklichen müsste man das Angebot mindestens verdreifachen, wenn nicht noch mehr.
Um für jede Städte-Agglomeration ein ordentliches Angebot zu fahren, müsste man dann nämlich Züge anbieten die in den jeweils anderen Städten durchfahren, welche die nur am Stadtrand halten und welche die in den Innenstädten halten, aber eben nicht überall, sondern auch nur wieder in einigen. Das potenziert sich aber ganz schnell hoch.
Das kann man eben in Frankreich (und dann noch ohne Takt (wollen wir das?)) machen, wo auf 1000 km 4 Städte mit 100.000 Einwohnern kommen, in Deutschland kommen da aber plötzlich 10 Städte auf dem Wegesrand daher.
Ich sehe momentan nur einen Bypass der wirklich Nutzen entfalten würde und das ist um Fulda.
Wichtiger Knoten mit Korrespondenz kann einfach bedient werden, die Mehrzahl an ICE kann rechts dran vorbei, zumal mit Fulda - Gerstungen noch mehr überlappender Verkehr auf Fulda - Kirchheim zukommt.


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