Typisch deutsche Kurzsichtigkeit (Allgemeines Forum)

MC_Hans, 8001376, Sonntag, 15.11.2020, 21:07 (vor 10 Tagen) @ LukasB

Naja, denke eine diagonale Anbindung südlich von Lorsch drückt zwar die Zeit zwischen Frankfurt-Mannheim,erschwert aber eine mögliche Umfahrung Mannheims entlang der A6.Falls die kommt müssen dann halt ein paar Kilometer mehr gebaut werden.


Eine solche Umfahrung war ja politisch absolut nicht gewollt, dementsprechend hat sie es auch nicht in den Entwurf geschafft. Über die Sinnhaftigkeit brauchen wir hier vermutlich nicht diskutieren.

Die eigentliche Krücke des Projekts ist meiner Meinung nach die Einfädelung der SFS nördlich von Waldhof, wo man sich ein neues Nadelöhr schafft (und nicht etwa die Anbindung Darmstadts). Man benötigt diese Einfädelung, um den Güterverkehr in Richtung Rbf routen zu können, somit können auch alle Verkehre in die Wirtschaftlichkeitsrechnung einfließen.

Die "Schnelle Tunneldiagonale" zwischen Lorsch und Waldhof ist dann letztendlich der günstigste Kompromiss. Die Führung bis zum Viernheimer Dreieck und von dort im rechten Winkel nach Westen hätte zumindest noch einige Kilometer weiter den Weg in Richtung Mannheimer Kreuz geebnet. Bei der letztlich gewählten Diagonalvariante war die Kostenprognose aber fast 40% niedriger und eine Minute Fahrzeit spart man auch noch.

Wenn ich es recht erinnere, stehen auch noch die Ergebnisse der "Knotenstudie Mannheim" aus; vielleicht verbleibt ja als Utopie, dass die östliche Riedbahn mit einer Überleitung vom Rbf auf die SFS Mannheim-Stuttgart im Bereich der BM-Gruppe versehen werden kann. Ein Baugleis lag dort bereits dieses Jahr im Rahmen der Streckenerneuerung der SFS.
https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?112,9283646


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