Positivbeispiel Gotthard-Basistunnel? (Allgemeines Forum)

ThomasK, Montag, 27.06.2016, 11:26 (vor 3725 Tagen) @ Alphorn (CH)

Laut diesem Inflationsrechner wären die 14.9 Mrd heute 17.9 Mrd, da sind die erwarteten realen Endkosten von 24 Milliarden nicht um Faktoren drüber.

Vielen Dank für die Zahlen. Teilt man nun die 24 Milliarden CHF durch die 17,9 Milliarden Franken, dann erhält man 1,34, also eine Kostenüberschreitung von etwa 34%.

Diese Größenordnung hatte ich auch ungefähr so in Erinnerung.

Aber bei so einem Großprojekt ist es nahezu unmöglich exakt zu kalkulieren, zumal man ja erhebliche Unsicherheiten nicht nur in der wirtschaftlichen Entwicklung, sondern auch im Bereich der Geologie quantifizieren müsste.

Das ist korrekt. Wenn man allerdings die Prognosefehler sowohl bei der Zeit als auch bei den Kosten prozentual sieht, dann sind sie nicht annährend nicht so groß wie bei den letzten Grossprojekten in Deutschland. Wobei ich das nur teilweise für Planungsfehler halte; es ist in Deutschland anscheinend politisch gewollt, dass die Kosten und Laufzeiten der Projekte vor Baubeginn schöngerechnet werden.


Völlig richtig. Sowohl bei Stuttgart 21 als auch bei der Zweiten Stammstrecke hat ja mittlerweile der Dümmste kapiert, wie nach Stich und Faden in Deutschland manipuliert wird.

Bei der Manipulation der NBS Ebensfeld - Erfurt vs. Nürnberg - Hof - Altenburg/Tharandt war es alleine deshalb nicht so offensichtlich wie bei Stuttgart 21 und der Zweiten Stammstrecke, weil 1991 das Internet als Investigationskeule noch keine Bedeutung hatte und heute sind die Würfel für Ebensfeld - Erfurt längst gefallen. Anders ausgedrückt: Um die NBS Nürnberg - Hof - Altenburg/Tharandt zu retten, kam das Internet bei weitem zu spät.


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