RE-Bedienkonzept, Wunschvorstellung (Allgemeines Forum)

naseweiß, Sonntag, 26.06.2016, 11:06 (vor 3726 Tagen) @ Karolinger

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Herrmann: „Bis Bamberg halbiert sich der Zeitaufwand nahezu, künftig sind es rund 20 statt 40 Minuten. Bis Nürnberg spart man sich in Zukunft eine halbe Stunde und schafft es in rund 70 Minuten. (...)

Durch die neue Regionalexpress-Linie könne man zwischen Nürnberg und Bamberg pro Richtung mindestens vier weitere Regionalexpressabfahrten anbieten. Für Bamberg und Forchheim, Erlangen und Fürth bedeute das einen noch dichteren Takt.

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http://www.stmi.bayern.de/med/pressemitteilungen/pressearchiv/2016/218b/index.php

Während hier hauptsächlich über die Fahrgeschwindigkeit der ICE diskutiert wird, will ich noch den Regionalverkehr ansprechen. Mir erscheint diese Planung als Flickschusterei. Ich hätte lieber möglichst konsequente Takte:

- 30-min-Takt RE Nürnberg-Bamberg,
- 60-min-Takt RE Bamberg-Coburg direkt über die SFS.

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Fahrplanvorschlag mit stündlichem RE Nürnberg-Sonneberg über die SFS (türkis hinterlegt).
Die Zeitlage dieser REs wird aber auch in etwa der Planung entprechen, siehe Angaben.

Für den 30-min-Takt Nürnberg-Bamberg könnte man die Nürnberger S1 auf dem Abschnitt Forchheim-Bamberg aufgeben. Die REs müssten die drei S1-Halte (Eggolsheim, Buttenheim, Strullendorf) mitbedienen, was allerdings zeitlich unpreblematisch ist, da zwischen Bamberg und Nürnberg bei einer Stunde Kantenzeit noch Luft ist. Ärgerlich sind die modernisiert verkürzten Bahnsteige von nur 140 m.

Neben solch einem stündlichen RE Nürnberg-Sonneberg über die SFS, Bamberg zur Minute 00', könnte zur Minute 30' der RE immer nach Würzburg fahren, da die Zugteile nach Sonneberg entfielen. Die Regionalzüge der Frankenwaldbahn, RB/RE nach Kronach/Saalfeld/Jena, könnten prinzipiell sogar nur eine Umsteigeverbindung sein - in Bamberg sowieso längerer Aufenthalt. Oder aber man flügelt weiterhin mit den Talent-2. So könnten nicht nur die REs an die Würzburger REs, sondern auch die RBs an die Coburger RE gekuppelt werden. Es ergäbe sich ein direkter 30-min-Takt Kronach/Lichtenfels-Nürnberg. Wobei sich in diesem Fall die Frage stellt, ob die Talente für den Coburg-Sonneberger RE das ETCS der SFS bekommen könnten. Auf Saalfeld-Kronach sähe ich lieber auch stündlich den RE (mit RB-Halten alterierend) anstelle der zweistündlichen RB. Der RE verpasst in Saalfeld nur leider knapp den Anschluss nach Gera in der 00er-Zeitlage.

Die RB Bad Rodach-Lichtenfels würde man um 30 min drehen, zwecks gutem Anschluss in Coburg nach Nürnberg. Um ca. eine halbe Stunde versetzt könnte - min. zur HVZ - eine RB Sonneberg-Coburg-Lichtenfels fahren, welche im Raum Coburg den dichteren Takt herstellt und die alte Führung von Sonneberg nach Lichtenfels beibehält.

Die Verlängerung der RE Lichtenfels-Bayreuth/Hof bis Bamberg habe ich nicht extra dargestellt. Diese könnte zweistündlich den Elektro-RE ersetzen, da jener nur ein Kurzläufer bis Lichtenfels/Kronach wäre. Prinzipiell könnte die Verlängerung zwar wegfallen, insbesondere für Umsteigeverbindungen nach Würzburg ist sie aber sehr empfehlen, da man sonst zweimal umsteigen muss. Vor wenigen Jahren gab es schließlich noch eine durchgehende Linie.

Zu guter letzt sieht man hier noch die vermutliche Zeitlage der stündlichen ICEs Berlin-München, zur Vereinfachung mal mit stündlichem Halt in Erlangen. Den ICE-Halt in Coburg benötigt es dank schneller REs nicht unbedingt, auch da es den Takt sprengte. Um ca. 30 min versetzt wäre die Sprinter-Trasse, welche vorerst aber nur zu wenigen Stunden des Tages belegt wäre. Es ergeben sich leichte Konflikte mit der RB bzw. S1. So wie ich es verstehe, wird die viergleisige ABS im Jahre 2018 wohl bis Hallstadt nördlich von Bamberg gehen. Dadurch könnte der Sprinter/Takt-ICE die RB/RE von Lichtenfels fliegend überholen. Während bei der Paarung Takt-ICE und RE noch Platz ist, müsste die RB in Hallstadt direkt nach dem Sprinter auf die zweigleisige Reststrecke bis Bamberg einfädeln. Übrigens fährt auch der Coburg-Sonneberger-RE am Abzw. Niederfüllbach südwärts in recht kurzem Abstand zum Sprinter auf die SFS bzw. nordwärts läuft der Sprinter bis dorthin ggf. auf den RE auf.

Bzgl. S-Bahn: Sobald sie eine eigene Trasse hat, gäbe es auch im Raum Nürnberg weniger Konflikte (S-Bahn dann im 20-min-Takt, hier nur der Einfachheit wegen im 30-min-Takt dargestellt).

Gruß, naseweiß

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