zu SFS Nürnberg - Leipzig/Halle (Allgemeines Forum)

Mario-ICE, Samstag, 14.08.2010, 13:47 (vor 5787 Tagen) @ ExpressFreak

Hallo zusammen,

auch unsere regionale Zeitung hat heute einen Zeitungsbericht zu dieser Studie abgedruckt, laut dem UBA wird sogar dazu geraten, das Projekt sofort einzustellen, was ich persönlich allerdings für vollkommenen Irrsinn halte, da inzwischen schon Gelder in Milliardenhöhe in das Projekt geflossen sind.

Naja die Frage ist halt , ob das ein Argument ist weitere Milliarden zu verbuddeln. Bsp 6 muss ich noch verbauen , weil ich schon 2 verbaut habe. Sicher es gibt kein zurück mehr, denn derjenige der das verkündet würde politisch Selbstmord begehen. Man murrt halt klein hinter den Kulissen, weil man heute schon weiß dass die Strecke ein finanzielles Desaster sein wird. Persönlich glaube ich, dass der immer so gepriesene Güterverkehr für die NBS sich in Grenzen halten wird, es sei denn die Trassenkosten werden künstlich gering gehalten um Anreize zu bieten. Das würde die Wirtschaftlichkeit der Strecke noch mehr ins negative Rutschen lassen.

Allgemein ist es schwierig einen Schnellfahrkorridor von München in Richtung Berlin wirtschaftlich sinnvoll einzurichten.

Welche Trassierungsvarianten hätte es noch gegeben?

Eine Trasse über Hof, Abschnittsweise parallel zur Autobahn A9.
Mit dieser Variante hätte man allerdings ebenfalls nur die
ICE-Linie München - Berlin beschleunigt, bzw. eventuell eine
ICE-Linie München -Dresden die nach Inbetriebnahme der SFS über Erfurt nun womöglich auch eingeführt wird.
Mit Abzweig in Richtung Marktredwitz hätte der Verkehr Nürnberg - Prag etwas beschleunigt werden können, allerdings auch eher unwahrscheinlich da DB Fernverkehr ja keine EC/IC-Züge mehr auf dieser Relation einsetzt.
Nachteil dieser Variante wäre gewesen, dass ICE-Züge aus Frankfurt Richtung Leipzig die Strecke erst ab Höhe Jena/Gera mitbenutzen können und somit vermutlich eine zusätzliche NBS/ABS Erfurt - Jena nötig gewesen wäre.

Was wäre also an dieser bzw. an anderen Variante besser gewesen?
Die Kosten wären wahrscheinlich im selben Rahmen gewesen, eine Linienbündelung wäre auch hier äußerst kompliziert geworden und von Landschaftszerschneidung und Natur möchte ich garnicht erst anfangen.

Sicher nicht in dem Rahmen von einer Stunde und mehr Zeitersparnis gab es gleich nach der Wende Bestrebungen im Raum Probstzella eine Tunnellösung zu ermöglichen. Im Saaletal gabs auch Projekte. Leider hab ich diese Prospekte nicht mehr.


Grüße,
ExpressFreak


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