Sie sollen nicht zahlen, sondern sich einfach zurückhalten (Allgemeines Forum)

flierfy, Sonntag, 03.03.2019, 22:13 (vor 2591 Tagen) @ Twindexx

Das wurde bisher von deutscher Seite durch Klagen und den Grünen in der deutschen Politik verhindert. Zwischen Autobahnende und Schweizer Grenze sind es dann nämlich noch so um die zwei Kilometer.

Es sind wohl eher 4 km bis zum Rhein bei Diessenhofen. An den 4 km wird es aber nicht scheitern, eher wohl an der Fortführung.


Ansonsten muss man sagen, dass dafür aber derzeit auch kein Bedarf besteht. Abgesehen von einzelnen Spitzenzeiten, die es aber immer geben wird, kann von der Verkehrsbelastung her keinen solchen Ausbau abeleiten.

Autobahnen rechtfertigen ihre Existenz nicht allein auf Grund der Verkehrsstärke, sondern auch über ihre Verbindungsfunktion. Mal ganz davon abgesehen, dass ich bezweifle, dass die Verkehrsstärke auf einer durchgehenden Autobahn zwischen Stuttgart und Zürich irgendwo unter 20'000 Fz/d DTV sinken würde, lässt man zwischen zwei Grossstädten und in dem Fall sogar Metropolzentren keine 20 km Lücke.

Für den längerfristigen Horizont hat das Bundesamt für Strassen den Ausbau der Stadtdurchfahrt Schaffhausen und in einem noch späteren Schritt den Ausbau der bestehenden Autostrasse Schaffhausen-Thayngen Grenze auf je zwei Spuren pro Richtung vorgemerkt. Das weitere Vorgehen hängt aber mit dem prognostizierten Verkehrsbedarf zusammen. Es werden keine Autobahnen sinnlos auf Vorrat gebaut.

Die Stadtdurchfahrt Schaffhausen ist eine miserable Lösung. Eine überregionale Strasse zwängt man nicht durch urbane Gebiete. Das ist für die Verbindungsqualität der Strasse nicht zuträglich und für die Stadt selbst ist so eine Strasse einfach eine Katastrophe.


Für die zwei Kilometer Lückenschluss Grenze Thayngen bis Autobahnende ist Deutschland aber ganz allein verantwortlich.

Daran wird es auch nicht scheitern.

Das Gleiche am Oberrhein. Wir bauen der Schweiz eine 250 km/h schnelle Luxus-Anbindung, die auf der anderen Seite der Grenzen in einem Bummelbahnnetz versandet. Warum lassen wir uns darauf ein?


Nirgends steht im Staatsvertrag etwas von 250 km/h.

Na das ist doch prima. Dann können wir ja südlich von Freiburg drauf verzichten.

Es braucht einfach etwas, um die zehn 750m langen Güterzüge pro Stunde und Richtung auch tagsüber abwickeln zu können.

Das schafft auch die Bestandsstrecke. Allein eine Herabsenkung der Streckenhöchstgeschwindigkeit auf 100 km/h und eine Anpassung der Blockabschnitte dürfte genug Kapazität für 10 Güter- und ein paar Personenzüge schaffen.


Wir sehen in Süddeutschland zu genüge, welch elend langwierige Zangengeburten solch simple Elektrifikationen bestehender Strecken sind. Da war die VDE 8 schneller gebaut.

Vom VDE 8 profitiert ja auch Bayern. Und wenn Bayern profitiert, geht in Deutschland alles sehr viel schneller.


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