Kümmern um unsere Bahn (Allgemeines Forum)

flierfy, Sonntag, 03.03.2019, 17:26 (vor 2590 Tagen) @ s103

Gerade am Beispiel der Gäubahn bin ich ebenfalls der Meinung, dass man sich mehr kümmern sollte, siehe Ausbau der Gäubahn: Finanzierungsvereinbarung lässt auf sich warten .

Man kann sich immer noch ein Bisschen mehr kümmern. Aber wir haben nun mal die Bahn, die wir uns leisten können und vor allem leisten wollen. Mehr ist in diesem Land eben derzeit nicht drin.


Die Fahrzeit Stuttgart-Zürich liegt aktuell bei 2:54. Der Konflikt mit der S-Bahn zwischen Böblingen und Herrenberg ist im Bundesverkehrswegeplan kein Thema. Hier heißt es

„S-Bahn Stuttgart: Stuttgart-Rohr - Herrenberg
Da für den SPFV und SGV kein Bedarf an zusätzlichen Kapazitäten auf der Strecke besteht, würde ein Ausbau nur dem Angebotsausweitung der S-Bahn dienen. Da es sich daher um eine SPNV-Maßnahme handelt, ist der Projektvorschlag nicht in den BVWP aufzunehmen.
In Erstbewertung ausgeschieden“

Zunächst einmal sind 2h54 keine allzu schlechte Fahrzeit. Sie passt ganz gut in ein ITF-Gefüge. Und was den Bau der S-Bahn angeht, so muss ich der Einschätzung des BMV Recht geben. Der Ausbau würde in der Tat vornehmlich dem Nahverkehr dienen. Allerdings teile ich nicht deren Auffassung, dass der Bau einer S-Bahn-Strecke von Rohr nach Böblingen den Bund nichts anginge. EBO-Strecken sind schliesslich Bundesaufgabe.


Möglicherweise war aber eine morgendliche S-Bahn zuerst da, oder warum braucht IC181 3:06?

Ich bezweifle, dass die S-Bahn zuerst da war. Auf der Gäubahn verkehren Fernbahnen schliesslich schon seit dem 19ten Jahrhundert.


Und wenn sich jemand entscheiden sollte, die wirklichen ICs (mit weniger Halten) stündlich fahren zu lassen, würde man dann S-Bahnen streichen und weiter behaupten, dass ein Ausbau nur der Angebotsausweitung der S-Bahn diene?

Eine S-Bahn braucht einen eigenen Fahrweg, sonst ist es keine S-Bahn. Man kann sie vielleicht mal vorübergehend auf Fernbahngleise verkehren lassen. Nur dauert das Provisorium nun fast schon ein halbes Jahrhundert. Es ist eben ein Grundübel, dass man in Westdeutschland zwar angefangen hat, S-Bahnen zu bauen, sie aber nie zu Ende gebracht hat und sich nun überall mit den Dauerprovisorien zu Frieden gibt.


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