Für die VDE8 sind ICE zwingend erforderlich. (Allgemeines Forum)

SPFVG, Dienstag, 17.11.2015, 16:51 (vor 3802 Tagen) @ ICETreffErfurt
bearbeitet von SPFVG, Dienstag, 17.11.2015, 16:55

Naja für die VDE8 hätte man durchaus schon 30 neue ICE3 benötigt, wenn man auf die ICE4 gänzlich verzichtet hätte. Ist halt die Frage, ob es unterm Strich preiswerter geworden wäre.

Hmm wieso müssen Velaros auf die VDE8?
Druckgeschützt (p) müssen die ICneu200 laut Twindexx' Beschreibung sowieso sein. Und vom Tempo her ist die Kantzeit mit 69-74 Min ziemlich miserabel, da lag sowieso schon in der Luft dass die ICE4 vermutlich bummeln werden und die Fahrzeit auf ~85 Min aufgeblasen wird. 90 Min würde wieder besser zu einem ITF passen.

Es dürfte reichen Velaros nur für die Sprinter einzusetzen.

Für ~20 Velaros hätte das gesparte Geld wohl gereicht:

Twindexx schrieb ja:
18 Mio für den 7-teiligen IC200
24 Mio für den 7-teiligen ICx.

Bestellt sind in der erste Tranche:
45 7-Teiler
85 12-Teiler

D.h. bei 45 Stück 7-Teiler hätte man 270 Mio gespart.

Frage ist jetzt, ob man auch die 12-Teiler hätte umbestellen können. Anstatt denen 13 Railjetwagen und 2 Loks im Sandwichbetrieb, Vmax 230. Da wär es interessant auszurechen, wieviel die ~3 MW-Mehrleistung im oberen Geschwindigkeitsbereich und die 600 kN ggü. 450 kN im unteren, die 20 km/h VMax-Nachteil wettmachen könnten. Einsetzen würde man die Züge natürlich sowieso nur auf den Linien mit häufigeren Halten. Da könnte das dann schon ausreichend sein.

Der 13-Teiler kostete nach Twindexx' Angaben 13*2 Mio (Wagen)+ 2x4 Mio (Loks) = 34 Mio.

Für den Preis das 12-teiligen ICx gabs leider keine Infos, aber wenn man den Preis des 7-Teilers mit 12/7 hochrechnet, kommt man auf 41,1 Mio. Nachdem die Endwagen gleich bleiben, kann man guten Gewissens auf 40 Mio abrunden und sollte halbwegs hinkommen.

Bei 85 Stück ergäbe das dann einen Preisunterschied von 6*85 = 510 Mio.

Zusammen dann 780 Mio. Dafür gäbs dann immerhin 22 Velaros (~35 Mio pro Stück) zusätzlich. Zwar keine 30, aber die Teile wären mit MS-Ausrüstung und 300 km/h-Fähigkeit dafür auch wesentlich flexibler einsetzbar.

Ich kann mir in Anlehnung von Twindexx's Beitrag durchaus vorstellen, dass die DB eventuell auf die 7-teiligen ICx verzichtet und stattdessen ICneu / IC3 einsetzt. Mit den ICE-T hat man ja noch 230 km/h schnelle Bestandsfahrzeuge, welche bis ca. 2030 einsatzfähig sind.

Das Problem ist, dass die aktuellen Preise einen Aufschlag pro Zug für die Entwicklungskosten beinhalten. Dieser Aufschlag ist auf 220 Züge umgelegt. Falls die DB jetzt weniger als die 220 Züge bestellt, gibt es eine Klausel, dass die DB die fehlenden Entwicklungskosten dann extra nachzahlen muss. Eventuell flossen da schon Ausgleichszahlungen bei den 600 Mio für die Bestelländerung. Damals wurden ja schon 31 Züge weniger bestellt. Wenn die DB jetzt also noch weniger ICE4 bestellen würde, bliebe vom Ersparten vermutlich nicht mehr viel übrig. Das rentiert sich womöglich nur beim sehr billigen IC2, aber ein druckfester 200 km/h Zug ist schon wieder deutlich teurer.

Aufgrund dieser Entwicklungskostenklausel hätte ich eigentlich vermutet, dass die DB "Railjets" aus ICx-Wagen bestellen könnte. Es gibt schließlich Mittelwagentypen beider Klassen ohne Antrieb und Stromabnehmer und auch die Steuerwagen sind antriebslos. Wegen der Siebas Leittechnik wird man zwar auf Siemens Vectronfamilie festgelegt sein, aber es gäbe wohl Schlimmeres. So einfach scheint es dann aber doch nicht zu sein, wenn die DB nun doch Standard-IC-Wagen fordert.

Aber naja, die DB wird die Fälle sicher mit spitzem Bleistift durchgerechnet haben und wissen was sie macht.


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