Diretissima zwischen den Truppenübungsplätzen hindurch (Allgemeines Forum)

L.Willms, Mittwoch, 14.10.2015, 14:13 (vor 3814 Tagen) @ Bronnbach Bhf

Eine NBS (egal ob für 200km/h, 230km/h oder 250km/h) entlang der A7 halte ich für ausgeschlossen. Diese wird es nicht geben.

Die Autobahn macht ja auch noch einen Bogen nach Osten.

Eine große Fahrzeitverkürzung für den Personenfernverkehr läßt sich ja mit einer Streckenverkürzung erzielen; der östliche Umweg über Celle, Uelzen und Lüneburg wurde m.W. durch die Kleinstaaterei der deutschen Duodezfürstentümer verursacht.

Ich hatte vor acht Jahren mal eine Diretissima entworfen, deren Streckenverlauf
man sich mit dieser KMZ-Datei in Google Earth anschauen kann.

Besonderheiten: die Strecke ermöglicht eine Verbindung nach Maschen (von Süden her) und spart das langsame Gekurke auf dem Weg über Harburg und die Elbbrücken durch die Überquerung der Elbe weiter flußaufwärts und die Einfädelung in den Zulauf von Büchen - Berlin her.

Ein Klick auf die Linie bringt einen Text hervor, den ich der Einfachheit halber hier einkopiere:

SFS H-HH

Schnellfahrstrecke Hannover-Hamburg

Die Strecke verbindet direkt die beiden Hauptbahnhöfe ohne Zwischenhalt, außer an einem -- optional -- neu anzulegenden Fernbahnhof am Flughafen Hannover-Langenhagen

Für den Fernbahnhof Langenhagen-Airport würde die Strecke etwas nördlich von Vinnhorst von der vorhandenen Strecke nach Westen abbiegen, und zwischen Godshorn und Langenhaten auf das östliche Ende der Landebahnen zulaufen, die in einem Tunnel zu unterqueren wären. Der Bahnhof würde im rechten Winkel zur vorhandenen S-Bahn-Strecke angelegt.

Von diesem Bahnhof aus führt die Strecke nach Norden und schmiegt sich von der Höhe Kaltenweide ab an die Autobahn A352 an. bis zum Dreieck Hannover-Nord, von wo aus die Strecke die Linie der Autobahn in die Heide fortsetzt.

Sie verläuft dann in nordnortöstlicher Richtung, am Ostrand von Wietze und am Westrand von Winsen (Aller) vorbei, zwischen Bergen und Belsen. östlich an Wietzendorf vorbei, um auf der Höhe von Bispingen die A7 zu erreichen, der sie bis kur vor Thieshope folgt.

Die Strecke überquert die Autobahn A250 und die Bahnstrecke Harburg-Lüneburg zwischen Stelle und dem Rangierbahnhof Maschen, überquert etwas weiter nördliche die Elbe und beschreibt eine weite Kurve, um zwischen den S-Bahnhöfen "Mittlerer Landweg" und Billwerder-Moorfleet auf die Bahnstrecke Hamburg-Bergedorf-Büchen einzuschwenken.

Einen noch günstigeren Streckenverlauf könnte man erreichen, indem man die A7 bereits auf der Höhe von Toppenstedt verläßt, wo die Autobahn eine Kurve nach Westen macht, und die Bahnstrecke Harburg-Lüneburg und die Elbe zwischen Stelle und Winsen (Luhe) überquert. Das würde auch eine Störung des Landschaftsschutzgebietes nördlich von Stelle vermeiden.

Bezüglich Güterverkehr unterstütze ich den Vorschlag von Rolf Breimeier, den Hafen Hamburg mit einem multimodalen Containerumschlagsplatz bei Wittenberge für doppelt gestapelte Container zu verbinden und dazu die Wendlandbahn von Lüneburg nach Dannenberg auszubauen und die stillgelegte Strecke von Dannenberg über Dömitz nach Wittenberge wiederherzustellen. (Artikel in der ERI - Eisenbahnrevue International im vorigen Jahr oder noch älter).

Außerdem sollte man über eine Güterumfahrung Nord von Hannover nachdenken, über den man von Nordwesten her direkt zum Megahub Lehrte kommen kann.

Wer die Linie selbst weiter bearbeiten möchte, sollte dazu vermutlich besser zu dieser Variante mit kürzeren Teilstrecken greifen.


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