Hamburg 00/30 - Harburg 15/45 (Allgemeines Forum)

naseweiß, Mittwoch, 14.10.2015, 11:18 (vor 3813 Tagen) @ Alphorn (CH)
bearbeitet von naseweiß, Mittwoch, 14.10.2015, 11:20

das sind die Umsteigebeziehungen, wenn man nur den Fernverkehr isoliert betrachtet. Es gibt aber eine ganze Menge Umsteigebeziehungen zwischen Fernverkehr und Regionalverkehr. Oder habe ich Dich falsch verstanden und Du möchtest nur einen ITF für den Fernverkehr?

Nein, ich möchte in erster Linie einen ITF für alle Züge mit schlechtem Takt (1 Stunde oder mehr), und das ist meist Fernverkehr.

Das ist nicht der richtige Ansatz. Der Fernverkehr hat durchaus hohe Zugzahlen. Lediglich, dass es meist ein holpriger 15/45-min-Takt anstatt eines gleichmäßigen 30-min-Takts ist:
- Kassel-Hannover-Hamburg L20/22 und L25/25 (plus L26) -> 30-min-Takt direkt möglich ohne zusätzliche Züge
- Köln-Münster-Hamburg L30/31 (+ Verstäker + HKX) -> 30-min-Takt denkbar
- Berlin-Hamburg L28/28 und L27 -> 30-min-Takt schon angedacht

Dagegen gibt ist im Regionalverkehr abseits der Metropolregionen manchmal nur 2h-Takte auf einer Strecke. Außerdem ist der ITF für Fern-Fern-Umstiege nur in wenigen Fällen wichtig, denn im Fernverkehr liegt der Fokus auf Direktverbindungen. Wer möchte denn Hannover-Bremen über Harburg fahren? Dafür gibt es die Direktverbindung Hannover-Bremen. Der ITF ist besonders für Ecken mit sehr wenig Verkehr wichtig, wie etwa der 00er-Knoten Soltau (?) für Heide- und Amerikabahn. An zweiter Stelle stehen Umsteigebezihungen FV-RV. Genau so ein Fall wäre Harburg. Man kommt mit dem FV von Hannover und fährt mit dem RV nach Cuxhaven oder Rothenburg weiter. Oder man kommt mit dem FV aus Bremen und fährt mit dem RV nach Lüneburg weiter.

In Harburg kann man mit Halbstundentakt-RBs um :15 und :45 einrichten: Wenn die IC(E) kurz nach :00 in Hamburg abfahren, dann fahren sie kurz nach :15 in Harburg südwärts und kurz vor :45 in Harburg nordwärts. Halbstundentakt-RBs, welche südwärts hinter den IC(E) fahren, würden schlanke Anschlüsse bieten.

Exakt. Gerade da man in Hamburg Hbf längere Umsteigezeiten benötigt und viele Züge hintereinander die Strecke Hamburg-Harburg befahren müssten, ergibt sich bei sich bei 00/30er-Zeitlage in Hamburg automatisch einen 15/45er-Zeitlage in HH-Harburg.

Aber der Regionalverkehr auf den Strecken nach Rothenburg-Bremen und Lüneburg-Uelzen besteht im Grundtakt nur aus stündlich je RE und RB. Nur in der Kombination RE/RB könnte sich einen 30-min-Takt im Zulauf auf Hamburg ergeben. Und nur zur HVZ lohnt sich für beide Produkte getrennt ein 30-min-Takt.

Übrigens zähle ich exklusive S-Bahn zwischen Hamburg und Harburg zur Spitzenstunde nur 10 Züge. Zum Vergleich: In Luzern, einem Kopfbahnhof komplett ohne Überwerfungen (auch in den Zufahrten), fahren ganztägig 17 Züge pro Stunde und Richtung über die zweigleisige Zufahrt. Warum soll das also in Deutschland nicht gehen?

Das stimmt nicht. Man hat zur Spitzenstunde in etwa:

- 60-min-Takt ICE München
- 60-min-Takt ICE Mannheim
- 60-min-Takt IC Kassel (normal 2h-Takt, aber einzelne verstärker)
- 60-min-Takt IC Köln
- stündliche Verfügungstrasse gen Köln, Verstärker bzw. HKX

- 30-min-Takt RE/ME Cuxhaven
- 30-min-Takt RE/ME Rothenburg-Bremen
- 30-min-Takt RE/ME Uelzen
- 30-min-Takt RB/MEr Buchholz-Rothenburg
- 30-min-Takt RB/MEr Lüneburg

Das sind FÜNFZEHN Züge/h!

Gruß, naseweiß

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