Der Fernverkehr ist angestiegen (Allgemeines Forum)

Alphorn (CH), Dienstag, 15.02.2011, 00:21 (vor 5576 Tagen) @ Henrik

Wir haben hier auf den meisten Hauptrouten mehr als eine Linie / h, teils 2 oder gar noch mehr.
Das ist kein schlechter Takt.

Zwei stündliche Züge kurz nacheinander sind noch lange kein Halbstundentakt. "Die meisten Hauptrouten"? Zwischen den 5 grössten Städten Deutschlands gibt es 10 Verbindungsmöglichkeiten, davon werden 3 öfter als stündlich bedient und keine im Halbstundentakt.

Der vorhandene Gesamterfolg (nicht nur Einzelstrecken) spricht für meine These,
ebenso die Untersuchungen von Fahrgastströmen, siehe Literatur.

Vor Bau der Rennbahnen: 145 Mio FV-Reisende. Nach Rennbahnen: 124. Der Gesamterfolg ist nicht da. Über die Gründe kann man streiten - Korrelation ist nicht Kausalität - aber der Zusammenhang ist plausibel und diskutabel.

Es ist grundsätzlich ja tatsächlich so, dass die massiven Fahrgastzunahmen durch NBS entsprechende Abnahmen andernorts ausgleichen.

Das tun sie, aber die Abnahmen übertreffen die Zunahmen. These: Hätte man das Geld für die Rennstrecken in der Fläche ausgegeben, wäre die Passagierzahl heute höher.

Hast Du vielleicht noch mehr davon, am besten noch älter, mit noch mehr hätte, wäre, wenns, scheinens, vagen Vermutungen und Theorien, mit mehr Abstand zu hiesigen Verkehrsinstituten, Ministerien und EVUs. ;)) Ist ja schon recht amüsant zu lesen teilweise...

Es gibt die Initiative Deutschland-Takt. Und 3 der Nachbarländer Deutschlands arbeiten am landesweiten ITF, so falsch kann die Idee nicht sein - und in Frankreich hat auch lange Zeit niemand davon geredet.

hfrik rechnete vor, dass ein voller ITF-Knoten in S mehr reisezeit vernichtet als ein sonstiger taktfahrplan.
naseweiß klärt auf, dass ein ITF zu 11 min längerer ICE-Fahrzeit führen würde.

Für ersteres sehe ich keine Zahlen, in letzterem Fall verlieren vielleicht die Durchfahrer, dafür gewinnen die Umsteiger. Zudem soll ja K21 billiger sein, mit dem Geld lässt sich anderswo Zeit sparen.

Und der einzelne Euro kann nur entweder für eine moderate Geschwindkeitserhöhung oder für eine NBS ausgegeben werden.


nein, mitnichten, s.o. Die Realität spricht eine gänzlich andere Sprache.

Absurd. Als nächstes bestreitest Du 1+1=2? Dass derselbe Euro nicht für zwei Dinge ausgegeben werden kann, ist ein simples Faktum.

Alle NBS schrammen verdammt nah an Nutzen-Kosten-Verhältnis 1.0


Die jüngste Überprüfung des Bedarfsplans sagt etwas ganz anderes aus, Fehmarnhinterlandverbindung nannte ich bereits.

Ich meinte Rennstrecken, moderaten Ausabau wie in Fehmarn befürworte ich ja.

Nicht ich habe Rosinen gepickt - Du warst es mit den NBS.
Dann bleibe aber auch bei den NBS.

Ich argumentiere mit dem Gesamtkuchen, der Summe des Fernverkehrs. Der ist gechrumpft, und ich sehe eine plausible Erklärung dafür im Geldmangel für Gesamtnetz durch teure NBS.

Der FV nimmt nicht ab, sondern zu.
Vergleiche mit anderen Staaten sind eher irrelevant, Verhältnisse können ganz anders sein.

Im Zeitraum 2000-2009 nahm die Verkehrsleistung ab, genauso 2008-2009. Ansonsten geringe Zuwächse.

Das Geld, welches die Politik für Bahninfrastruktur ausgeben will, ist es definitiv.


ahja, deswegen sprudelten jüngst auf einmal ja auch so die Ausgaben für hiesige Investitionen....

Besonders viel ist aber auf den NBS nicht los...


Schau Dir die enormen Fahrgastzuwächse an - wenig ist das nicht.

Der FR liegt ein Bericht vor, wonach die Bahn für mindestens zwölf wichtige Projekte kein Geld hat.

Verlässlichkeit, guter Takt kurze Umsteigezeiten


Dieses sind grade Folgen von NBS, nicht ihre Nachteile,
plus eben deutlich kürzere Fahrzeiten, was die Gesamtreisezeit deutlich beschleunigt.

Verlässlichkeit? Teilweise, das Winterchaos lag auch am 200km/h Limit auf den Rennstrecken. Guter Takt? Ich sehe ihn nirgends. Kurze Umsteigezeiten? Hat nix mit NBS zu tun, ausser sie werden auf ITF-Kantenzeit gebaut. Das wichtigste aber: Das sind teuer erkauft lokale Effekte, der Reisende von Dortmund nach Bremen hat nix davon.

Zeitlich gestreckt heißt ja nicht billiger


Es heißt weniger Geld p.a., was Deine These widerlegt.

Unsinn. Ich sagte ja nicht "das jährlich verfügbare Geld" ist knapp, sondern das Geld ist knapp. Durch Streckung können noch weniger Projekte realisiert werden.

Die hochoffiziellen Daten des statistischen Bundesamtes beweisen den Rückgang.


Nein. Du hast Dir 2 jahrzehntlang voneinander getrennte Zahlen geschnappt, die Dir gerade passen.

Letzte verfügbare Zahl vor Bau der Rennstrecken bis heute, was soll daran besonders sein?

Beim letzten kompletten 1. Halbjahr gabs einen Zuwachs von Reisenden um 1,9%, an Verkehrsleistung gar um 3,8%.

Was daran ist nicht zielführend? Simple Forderung: Alle künftigen Schienenausbauten sollen ITF-kompatibel sein, d.h. 60 oder 90 Minuten Fahrzeit zwischen Knoten herstellen.


Wenn allein das nur Dein Ziel ist aus rein ideologisch motivierten Gründen,
dann bediene Dich meinetwegen sämtlicher Pauschalisierungen & Polemiken.

Deutschland hat Ansätze von ITF, siehe Nürnberg und Hannover. Warum sollte man den nicht erweitern? Für das Geld der Rennstrecken könnte man durch kleine Beschleunigungen viele weitere Knoten bilden. Zudem soll mehr Geld in den Unterhalt gesteckt werden, damit auch endlich wieder eine brauchbare Pünktlichkeit erreicht wird - Deutschland hat hier klar das Schlusslicht.

Zugunsten der Co2-Bilanz will man doch Passagiere in die Bahn kriegen, und das scheitert.


"will man" nur deswegen? glaube ich kaum.

Gibt dahingehende Erklärungen der Politik, finde sie grade nicht. Nicht der einzige Grund, aber ein wichtiger. Was soll den das Ziel von Eisenbahnpo


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