ITF-Knoten Ulm (Allgemeines Forum)

naseweiß, Montag, 14.06.2010, 19:57 (vor 5883 Tagen) @ naseweiß

Zum dem Beispiel "Bieberach" von Holger2:

Ein ITF-Konzept würde bedeuten, dass man so ausbaut, dass die Optimierung sowohl im Bezug auf Gesamtfahrzeiten, als auch auf den ITF geschieht.

Konkret, mit der bestehenden Kraichgau-NBS (Mannheim-Stuttgart), mit Stuttgart-21 (3-5 min Fahrzeitvorteil?), mit der Alb-NBS (Stuttgart-Ulm), selbst mit Fahrzeugen der Leistungsklasse eines ICE-3 wird es nicht möglich sein Mannheim-Ulm in 1 h Knotenzeit 56-58 min Fahrzeit zu schaffen. Ich würde sagen: 33 min (heutige 35 min - 2 min wegen Stuttgart-21) + 4 min + 28 min (sind immer von seiten der DB zu hören) = 65 min.

Ohne Stuttgart-21 aber mit Alb-NBS (man soll die Hoffnung nicht aufgeben!), dagegen aber mit Fahrzeuge der Leistungsklasse eines ICE-1, sind es wohl eher: 37 min + 4 min + 33 min = 74 min.

Die Vorgehendsweise für den ITF wäre nun:
- Entweder ich baue wirklich für die Knotenzeit 1 h aus, also 300er-Strecken und auch direkt durch Stuttgart, Stuttgart-21 lässt die Lücke zwischen Feuerbach und Zuffenhausen und nimmt den Umweg die Fildern, und beschaffe genügend ICE-3 o.ä. für alle Linien, die hier im Takt fahren sollen.

- Oder ich baue für die Knotenzeit 1,5 h aus, Stuttgart als 15/45er-Knoten, was natürlich entsprechend weniger aufwändig und somit günstiger ist. Natürlich dauert so die Gesamtfahrzeit Mannheim-München länger als mit dem nun geplanten Ausbau. Aber, wo soll nicht bzw. kaum ausgebaut werden? - Zwischen Ulm und Augsburg! Die Mittel, die man zwischen Stuttgart und Ulm spart, könnte man dort, auf der Strecke nach Augsburg, einsetzen. Schließlich soll ja neben Ulm auch Augsburg 00/30er-Knoten bekommen, München folgte dann dank fast vollendeter 230er-ABS automatisch. Die Gesamtfahrzeit Mannheim-München wäre dann wieder so, wie sie durch die tatsächlich geplanten Ausbauten, nur auch Ulm bekäme den ITF-Vollknoten.

Gruß, Naseweiß


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