Italien / Spanien / Schweden (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 11.06.2010, 19:40 (vor 5885 Tagen) @ ICE-T-Fan

ICE-T-Fan:

Ohne jetzt auf alle Details einzugehen, haben die Italiener und Spanier auch kein Problem mit dem Einsatz von Neigetechnik bei Geschwindigkeiten bis 220 km/h.

Henrik:

Auf Neubaustrecken oder auf alten Strecken?
Auf welchen Strecken genau, mit welchen Zügen?
Reine Komfortneigung oder eben mit erhöhter Geschwindigkeit?

ICE-T-Fan:

Das müsstest du Anoj 1 oder Oscar (NL fragen, dass sind unsere beiden Experten für den europäischen HGV außerhalb von Deutschland.

@ICE-T-Fan: Danke fürs Kompliment.

@Henrik: in Italien verkehren im Moment drei Trienwagenfamilien mit Neigetechnik:

1. ETR 450
2. ETR 460/470/480
3. ETR 600/610

Ausgenommen ETR 470 sind alle für 250 km/h zugelassen.
Bogenschnell fahren die Züge nur auf kurvenreiche Strecken.
Auf Rennbahnen ("Direttissime") wird entweder gar nicht geneigt, oder am besten Komfortneigung.

Leider ist meine Praxiserfahrung limitiert.

1. Zwischen Rovereto-Firenze SMN wurde 2004 komplett bogenschnell gefahren. Hinfahrt war mit einem ETR 480, Rückfahrt mit einem ETR 460. Dabei war die Neigetechnik der 480er etwas weniger ruckend.
Inzwischen ist die Strecke Verona-Bologna für 200 km/h ausgebaut. Es wäre interessant, die Strecke nochmal zu fahren, um zu erfahren, in welchem Maß noch Neigung stattfindet. Vielleicht mache ich das noch mal in August; möchte Bologna mal besuchen. Sollte ich das in der Tat machen, werden ich meine Erfahrungen selbstverständlich hier im Forum posten.
Bologna-Florenz habe ich via die Altstrecke gefahren. Dort fahren jetzt keine Fernzüge mehr; diese knallen jetzt alle durch die "Tunnelbahn".
Die Strecke Florenz-Rom habe ich noch nie gefahren.

2. Zwischen Brig-Verona habe ich im Jahre 2004 ETR 470 gefahren. Ab Mailand keine Neigung mehr; nur auf Brig-Mailand.
Inzwischen ist zumindest Mailand-Treviglio für 200 km/h ausgebaut; war dort 2007 mit einem EurostarCity unterwegs = ETR500A Lok + 10 redesignte IC-Wagen + ETR500A Lok. Also nix Neigetechnik damals.

Die Neigetechnik kommt jetzt vor allem zu Recht auf den Trans-Apenninen-Strecken. Die Züge verkehren dort als Eurostar Italia und sind aufpreis- und reservierungspflichtig. Allerdings sind Express-Reservierungen problemlos möglich (in Italien sogar via Handy!)

Einzelne Pendolini fahren auf die Küstenstrecken; die Mehrheit ist IC oder €*City.


In Spanien habe ich nur Madrid-Barcelona gefahren. 2007 war die Rennbahn noch nicht vollständig. Unser AVE S-120 Alvia wurde kurz nach Lleida umgespurt.
Electrotrenes basculantes findet man z.B. auf der Strecke Madrid-Valencia-Barcelona ("Alaris").
Obwohl dort teilweise 200 km/h gefahren wird, weiß ich nicht, ob man das auch bogenschnell macht. Vermute nicht; s.i.w. fuhren die Talgo III schon 200 km/h.


In Schweden wurden Kopenhagen-Stockholm-Göteborg mit absoluter Sicherheit 200 km/h bogenschnell mit X 2000 gefahren.
Die zweite Fahrt (Tag 3) wurde übrigens erst nach Ankunft (Tag 1) in Stockholm gebucht; die urpsrüngliche Idee war, mit einem Nachtzug (@Regiosprinter: nach Oslo?) zu reisen. Buchungsvorgang war am Tag 2.
Den NSB-Bm73 habe ich in Göteborg gespottet, aber wir haben nicht damit gefahren. Komisch: ich hatte den Zug "Öxelrud" genannt, aber das war tatsächlich der erste Halt des Zuges auf seinem weg nach Oslo...!


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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