Taktfahrplan = Erfolgsmodell (Allgemeines Forum)

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Donnerstag, 07.03.2013, 03:23 (vor 4726 Tagen) @ Xenon

Die EC stellen heuer nur drei Zugpaare pro Tag.


Meiner Meinung nach sollte man an diesem Punkt ansetzen und mehr Fernverkehrszüge zwischen München und Zürich einsetzen, anstatt dass den Nahverkehrszüg als Fernverkehrsersatz zweckentfremdet. Aber mittelfristig soll ja eh ein 2h-Takt kommen.

Vor 2020 ist da nichts in Sicht.

Zwischen Buchloe und München hält der RE schon heute nur noch an diesen Stationen, das heißt diese Orte hätten von dem neuen RE so wie keinen Vorteil. Und für Mindelheim würde auf der Fahrt nach München genau eine Station wegfallen, was zeitlich auch fast nichts bringt. Damit hätte lediglich Memmingen einen Vorteil vom RE, aber da würde ein 2h-Takt des EC mehr bringen.

In Richtung Memmingen bringt das auch Vorteile. Es fahren ja nicht alle Fahrgäste nach/von München.


Insgesamt bringt so ein RE gerade mal 10 Minuten Fahrzeitverkürzung. Aus dieser Hinsicht sollte hinterfragt werden, ob die knappen Mittel für SPNV nicht an anderer Stelle (Strecken mit höherer Nachfrage oder mehr Stationen) besser eingesetzt werden können, wo man mit den investierten Mittel deutlich mehr als 10 Minuten Fahrzeitverkürzung erreichen kann. Zumal das Allgäu nicht gerade die dichtest besiedelte Region in Bayern ist.

Es wären ca. 20 Minuten, da die EC-Überholung in Mindelheim (12 Min. Aufenthalt) wegfallen würde.
Zudem sollten die RE eigentlich wieder bis Aulendorf evtl. sogar bis Sigmaringen fahren, aber dazu bräuchte man wegen den 00 Knoten in Memmingen und Aulendorf, eine Dpppelspurinsel in Gebratzhofen (zw. Leutkirch und Kißlegg).
Damals War die Fahrzeit München-Aulendorf mit dem 30 Knoten in Memmingen mit 3h deutlich zu langsam. Mit dem Auto und mit den Verbindungen via Ulm ist man eine Stunde schneller. Auch hier könnte man unter Einsparung der damalingen Halte in Tannheim, Marstetten-Aitrach, Aichstetten, Wolfegg, Altshausen und Herbertingen-Ort wesentlich schnellere Fahrzeiten erreichen.

Die sechs Halte weniger bringen gerade auf der gesamten Strecke kaum mehr als 10 Minuten Fahrzeitverkürzung (für viele Fahrgäste weniger, da sie nur Teilstrecken fahrt). Dafür wird gerade im unmittelbaren Einzugsbereich der Stadt Augsburg das Angebot von einem 30-Minuten-Takt auf einen 60-Minuten-Takt halbiert (gefordert wird übrigens von der Region Augsburg sogar ein 15-Minuten-Takt), d.h. einer eher geringen Fahrzeitverkürzung steht eine große Wartezeitverlängerung für viele Pendler entgegen.

Vor der Einführung des "Fugger" war es doch schon so. Die Dosto-RE waren etwa 15 Minuten schneller und die Milchkannen sind durch RB mit Anschluss in Dinkelscherben bedient worden. Es gab nicht weniger Halte dort, sondern lediglich zusätzliche RB, deren Halte die RE nun mit übernehmen müssen.
Kürzere Fahrzeit zu lasten eines Umstieg in Dinkelscherben für (eher wenige) Pendler war wesentlich besser, als die jetzt bestellte Sparversion.

Gerade da es die IR nicht mehr gibt, muss es schon auch richtige RE geben, die nicht überall halten.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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