Taktfahrplan = Erfolgsmodell (Allgemeines Forum)

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Dienstag, 05.03.2013, 14:40 (vor 4726 Tagen) @ hulligulli

Auch an kleineren Stationen muss es ein attraktives Taktangebot geben, wenn man den Leuten eine Alternative zum Auto machen will. Ich will keine Schrumpfbahn, die sich aus der breiten Fläche zurückzieht und nur noch stark frequentierte Strecken und Stationen bedient.

Ich meinte nicht, Stationen oder ganze Strecken aufzulassen. Nur sollte das Angebot der Nachfrage angepasst sein.

Gerade der Erfolg des Taktfahrplanes belegt doch, dass die Leute auch eine gewisse zeitliche Flexibilität wollen und nur einzelne Züge am Tag kein ernsthaftes Angebot ist, mit dem nennenswerte Fahrgastzuwächse zu erzielen sind. Der große Nachteil der öffentlichen Verkehrsmittel im Vergleich zum motorisierten Individualverkehr ist, dass sich die Reisenden an Fahrpläne richten müssen, ein möglichst dichter Takt relativiert diesen Nachteil wieder.

Es sollte aber auch schnelle Züge geben. Gerade im "Allgäu-Schwaben-Takt" nervt es mich seit dessen Einführung 1993, dass auf vielen Strecken jeder Zug an allen Stationen hält. Ein Unterschied zwischen RE und RB ist nicht zu erkennen. Ausnahmen gab es zeitweise bei den RE die von den EC "gescheucht" worden sind, was bei der Überholung aber wieder ausgeglichen worden ist. Die Bummelei mit Halt an allen Stationen, ist auch keine sinnvolle Alternative zum Auto.

Bei ganz kleinen Stationen, wo nur eine Handvoll Leute am Tag einsteigt, kann man aber natürlich darüber nachdenken, ob dort vielleicht nur ein Zweistunden- statt einem Stundentakt ausreichend ist.


Das halte ich für wenig sinnvoll. Nur durch einen Stundentakt kann man Leute vom Bahnfahren überzeugen. Wenn ich jedes mal nachschauen muss, ob der Zug jetzt wirklich fährt - bzw. ich dann 2 Stunden am Bahnhof warten muss, würde ich auch wieder das Auto benutzen.

Wenn stündliche Halte auch nach 20 Jahren nicht angenommen werden, lohnen sie sich nicht. Speziell die RE München-Memminen (bis 2004 weiter bis -Aulendorf(-Freiburg) waren mit 3h Fahrzeit München-Aulendorf eine Stunde langsamer, als die Variante mit IC und Umstieg in Ulm.
Es muss eine Mischung geben mit schnellen RE und langsamen RB. Die EC können das nicht kompensieten, da die nur in Buchloe und Memmingen halten. Die RE fahren aber wie eine RB. Halte wie Türkheim, Stetten, Sontheim, Tannheim, Marstetten=Aitrach, Aichstetten, Wolfegg, Alttann und Altshausen sind für RE nichts als Zeitverschwendung.
Es gibt natürlich auch Strecken, wo das besser gelöst wurde, wie z.B. München-Ingolstadt (MüNüX), Ulm-Memmingen oder die "Südbahn" Ulm-Friedrichshafen mit IRE-Sprinter, IRE und RB bzw. BOB aber im auf vielen Strecken im Allgäu und z.B. auf München-Ulm gibt es dafür noch Nachholbedarf.

Außerdem gibt es die Möglichkeit, dass Züge – ähnlich wie bei Linienbussen – an bestimmten Stationen nur bei Bedarf halten, wenn also ein Fahrgast durch einen Tastendruck seinen Wunsch, dort auszusteigen, äußerst oder wenn am Bahnsteig jemand steht, der einsteigen will.


Diesen Vorschlag halte ich für sehr sinnvoll. Spontan fällt mir da Bahn von Pforzheim nach Horb (und ich glaube weiter nach Tübingen) ein. Dort funktioniert das echt super...

Gibt es auch bei der HzL Tübingen-Sigmaringen, sowie seit 2012 auch in Alttann und Tannheim. Besser als starre Halte für die Katz, aber nicht so gut wie richtige RE.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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