Taktfahrplan = Erfolgsmodell (Allgemeines Forum)

Reisender, München, Dienstag, 05.03.2013, 10:37 (vor 4726 Tagen) @ Delwin

Zudem muss ich zustimmen, dass die Bahn diese kleinen Bahnhöfe viel zu oft anfährt.

Auch an kleineren Stationen muss es ein attraktives Taktangebot geben, wenn man den Leuten eine Alternative zum Auto machen will. Ich will keine Schrumpfbahn, die sich aus der breiten Fläche zurückzieht und nur noch stark frequentierte Strecken und Stationen bedient.

Gerade der Erfolg des Taktfahrplanes belegt doch, dass die Leute auch eine gewisse zeitliche Flexibilität wollen und nur einzelne Züge am Tag kein ernsthaftes Angebot ist, mit dem nennenswerte Fahrgastzuwächse zu erzielen sind. Der große Nachteil der öffentlichen Verkehrsmittel im Vergleich zum motorisierten Individualverkehr ist, dass sich die Reisenden an Fahrpläne richten müssen, ein möglichst dichter Takt relativiert diesen Nachteil wieder.

Bei ganz kleinen Stationen, wo nur eine Handvoll Leute am Tag einsteigt, kann man aber natürlich darüber nachdenken, ob dort vielleicht nur ein Zweistunden- statt einem Stundentakt ausreichend ist. Außerdem gibt es die Möglichkeit, dass Züge – ähnlich wie bei Linienbussen – an bestimmten Stationen nur bei Bedarf halten, wenn also ein Fahrgast durch einen Tastendruck seinen Wunsch, dort auszusteigen, äußerst oder wenn am Bahnsteig jemand steht, der einsteigen will.

--
[image]

Foto: ICE 3 "Ingolstadt" in Köln Hbf


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum