Taktfahrplan = Erfolgsmodell (Allgemeines Forum)

Xenon, Donnerstag, 07.03.2013, 02:53 (vor 4724 Tagen) @ 218 466-1

Die EC stellen heuer nur drei Zugpaare pro Tag.

Meiner Meinung nach sollte man an diesem Punkt ansetzen und mehr Fernverkehrszüge zwischen München und Zürich einsetzen, anstatt dass den Nahverkehrszüg als Fernverkehrsersatz zweckentfremdet. Aber mittelfristig soll ja eh ein 2h-Takt kommen.

Die Lücke zwischen EC und RE ist zu groß. Der untersched zw. FV und NV wäre zw. München und Memmingen in Pasing, Geltendorf, Kaufering und Mindelheim, was durchaus akzeptabel ist. Westlich von Memmingen fehlen die RE seit 2004 komplett. Dort wären Leutkirch, Kißlegg und Wangen der Unterschied.

Zwischen Buchloe und München hält der RE schon heute nur noch an diesen Stationen, das heißt diese Orte hätten von dem neuen RE so wie keinen Vorteil. Und für Mindelheim würde auf der Fahrt nach München genau eine Station wegfallen, was zeitlich auch fast nichts bringt. Damit hätte lediglich Memmingen einen Vorteil vom RE, aber da würde ein 2h-Takt des EC mehr bringen.

Insgesamt bringt so ein RE gerade mal 10 Minuten Fahrzeitverkürzung. Aus dieser Hinsicht sollte hinterfragt werden, ob die knappen Mittel für SPNV nicht an anderer Stelle (Strecken mit höherer Nachfrage oder mehr Stationen) besser eingesetzt werden können, wo man mit den investierten Mittel deutlich mehr als 10 Minuten Fahrzeitverkürzung erreichen kann. Zumal das Allgäu nicht gerade die dichtest besiedelte Region in Bayern ist.

Auch hier ist die Lücke zw. IC ind RE viel zu groß. Auch im NV sollte es schnelle Züge geben, die dennoch keine Konrurrenz zum FV wären. Der Unterschied zw. München und Ulm wäre immernoch Mering, Kissing, A.-Hochzoll, A.- Hausnetterstr., A-Oberhausen, Dinkelscherben, Freihalden, Jettingen, Burgau, Offingen, Leipheim, Nersingen und Neu Ulm. Fünf der sechs Halte, die hier gegenüber den jetzigen "RE" wegfallen würden, sind damals durch zusätzliche RB-Augsburg-Dinkelscherben bedient worden.

Die sechs Halte weniger bringen gerade auf der gesamten Strecke kaum mehr als 10 Minuten Fahrzeitverkürzung (für viele Fahrgäste weniger, da sie nur Teilstrecken fahrt). Dafür wird gerade im unmittelbaren Einzugsbereich der Stadt Augsburg das Angebot von einem 30-Minuten-Takt auf einen 60-Minuten-Takt halbiert (gefordert wird übrigens von der Region Augsburg sogar ein 15-Minuten-Takt), d.h. einer eher geringen Fahrzeitverkürzung steht eine große Wartezeitverlängerung für viele Pendler entgegen.


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