Sich aufregen dürfen gehört zu den Menschenrechten. (Allgemeines Forum)

Blaschke, Dienstag, 05.03.2013, 21:42 (vor 4726 Tagen) @ Delwin
bearbeitet von Blaschke, Dienstag, 05.03.2013, 21:44

Mahlzeit!

Wie kann man sich nur so in eine Diskussion hineinsteigern? Ich würde es sehr begrüßen, wenn Du die Schärfe hier herausnehmen würdest, Blaschke.

Ja, wir kuscheln ja wieder alle... Immer schön im Konsens...
Ab und an ist aber auch mal der Holzhammer erlaubt.

Was ist denn mit den Leuten, die schnell von A nach B kommen wollen? Da sind einfach Haltestellen wie Koblenz Stadtmitte (beim RE), oder die ICE- Haltestellen Limburg und Montabaur (falls jemand mit dem Argument kommt, dass man dann doch einfach den FV nehmen sollte) ziemlich unnütz.

Da sind wir wieder beim Thema. Was fehlt, sind einfach verschiedene Zuggattungen. Der deutsche Eisenbahnfreund ist allerdings im Regelfall mit einem Stundentakt mehr als zufrieden. Und kann sich gar nicht vorstellen, dass darüber hinaus auch Züge fahren könnten. Wenn man nur wollte. Nur kommt man mit einem Stundentakt nicht weit, wenn unterschiedliche Bedürfnisse von zu wenigen Zügen abgedeckt werden sollen. Die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht.

Wieso sind aber die Leute, die schnell von A nach B kommen wollen wichtiger als die Leute, die unterwegs ihre Zugangsstationen haben wollen? Ein ziemlich einseitiges Weltbild.


Zur Sache konkret:

1.) Die Trennung Fernverkehr - Nahverkehr gehört zunächst mal beerdigt. ALLES wird ausgeschrieben und bestellt.

Dann gibt es einen Sprinter-ICE von Köln nach Frankfurt. Einen, der zwischen Köln und Frankfurt überall hält. Dann einen nach Wiesbaden. Einen von Köln-Deutz nach Frankfurt-Flughafen und und und. Jeder fährt im Stundentakt. Dann fahren pro Stunde eben 5 oder 6 oder 8 Züge auf der KRM. Ist ja nicht verboten. Die Infrastruktur muß natürlich passend ausgerichtet sein.

Was man nun ICE, IC oder RE nennt, ist völlig wurscht. Alles wird ja bestellt und alles ist mit demselben Fahrschein nutzbar.


Beim RE von Koblenz dasselbe. Dann gibt es eben einen Expreß-RE, der nur an den wichtigsten Stationen hält (so eine Art Interregio). Dann den RE, der die wichtigsten Stationen bedient. Und die RB, die überall hält. Alles im Stundentakt. Dazu dann noch den IC. So werden alle Bedürfnisse abgedeckt. Angenehmer Nebeneffekt: Da es zig Verbindungen gibt - man kann die Linien im weiteren Verlauf ja unterschiedlich weiterverkehren lassen, entfallen viele Umstiege. Außerdem braucht man weniger warten lassen, weil es viel mehr Reisemöglichkeiten gibt.

Zudem behauptet hier niemand, dass er Bahnhöfe gänzlich schließen will. Diese Minibahnhöfe sollte lediglich seltener angefahren werden. Eine Fahrt morgens, eine nachmittags und eine abends sollten doch genügen!

Morgens, mittags, abends.... Bei vielen sind die Arbeitswelt und die Lebenswirklichkeit mittlerweile etwas differenzierter aus...

Ich versteh nicht, was die Diskussion jetzt mit Ökostrom zu tun haben soll?

Ganz simpel: Die Bahn muß aufpassen, dass ihr Anteil im Modal Split nicht irgendwann mal wieder sinkt statt steigt. Das Märchen vom sauberen Stromauto kann entscheidend mit dazu beitragen, dass die Bahn ihren derzeitigen Vorteil, scheinbar ökologisch zu fahren, los ist und sie somit Fahrgäste verliert. Wenn dann noch Bahnfans fordern, dass sich die Bahn rar macht (sowas muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen; Wahnsinn ist das!), dann muß sich niemand wundern, wenn eine WIRKLICHE Trendwende zur flächendeckenden Bahn niemals erfolgt, sondern im Gegenteil sie immer mehr eine Randerscheinung wird.

Schöne Grüße von

jörg


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