ITF und Stuttgart (Allgemeines Forum)

bigbug21, Mittwoch, 05.05.2010, 14:53 (vor 5816 Tagen) @ Oscar (NL)

Hallo Oscar,

[...]

Laut "Holger2" ist ein Vollknoten realisierbar:
http://www.ice-fanforum.de/index.php?id=50960

Naja, das ist nicht mehr als eine Skizze. Interessant wäre, die tatsächlich durchgeführten Untersuchungen aus der ersten Hälfte der 1990er Jahre auszuwerten und aus heutiger Sicht zu bewerten.

Indes wäre zu bezweifeln, ob in einem solch komplexen Eisenbahnnetz wie in Deutschland überhaupt ein durchgreifender ITF eingeführt werden könnte -- was nicht heißt, dass wir einen Mentalitätswechsel hin zu einer an der realen Gesamtreisezeit über alle Relationen hinweg orientierten Planung dringend brauchen.


Ich vermute, es fehlt in Deutschland eine Instanz, die die Trassenvergabe ordentlich überwacht.
Es ist durchaus möglich, dass in 5 Jahren ein Dutzend Privatbahnen eigenwirtschaftlich Fernzüge fahren. Diese Privatbahnen berücksichtigen grundsätzlich keinen ITF; nur die eigenen Züge sind wichtig.

Das ist ein Punkt, ja, wobei ich mich frage, ob selbst unter idealen Bedingungen ein ITF aufgrund der Vielzahl von Knoten selbst unter ideal Bedingungen eingerichtet werden könnte.

Wenn ich aber CH betrachte, dann hat man generell vorgeschrieben, Züge auf Bern-Olten müssen 200 km/h schaffen und mit ERTMS fahren können. Wobei man bereit war, die Nachrüstung der ICE 1 aus eigener Geldtasche mitzufinanzieren.
Ich vermute, in Deutschland fehlt es an solchen Regelgebungen.

Die gibt es durchaus. Auch die Deutsche Bahn kennt Netzzugangskriterien für bestimmte Strecken (z. B. LZB-Ausrüstung), wobei Mindestgeschwindigkeiten meines Wissens in dieser Tiefe nicht vorgesehen sind.

--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten


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