Technik ist keine Religion, aber eine Lösung (Allgemeines Forum)

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 21.06.2017, 10:05 (vor 3214 Tagen) @ guru61

Nun, wir hatten in der Schweiz seit jeher Flüchtlinge aufgenommen, auch zu einer Zeit, wo noch kein Schwein nach Deutschland einwandern wollte. Sei es 1957 Ungaren, 1968 Tschechoslowaken, in den 70ern die Tibeter, in den 80ern die Tamilen und in den 90ern die Balkanesen.
Ja, die Eltern oder Ersteinwanderer hatten vielfach einfache Jobs bekommen, aber die zweite und teilweise auch schon die dritte Generation ist voll assimiliert und zieht am Karren mit.

Ähnlich sieht es zum Teil auch hier aus, allerdings sieht man, wenn man mit offenen Augen durch die Städte geht, auch genug Gegenbeispiele, bei denen man eher am Aufbau von parallelen Gesellschaften arbeitet. Aber das gehört hier nicht her.

Ja, dann sollte man aber sehen, welche Branchen Fachkräftemangel haben, und welche sich auch um die Ausbildung von Fachkräften bemüht haben.
Ausbildung ist eine Investition in die Zukunft.

Zustimmung!

Wer das, wegen kurzfristigen Renditen vernachlässigt, wird auch später darunter leiden.

Wobei die grundsätzliche Einstellung ja heute eher dahin geht, daß Arbeitskraft nur noch angemietet wird, wie Räumlichkeiten und anderes Equipment. :(

Dann ruft man natürlich dem Staat, der gefälligst die Ausbildung übernehmen soll.

Bis zu einem gewissen, nicht berufsspezifischen Punkt, durchaus nicht verkehrt - dafür gibt es ja auch das, was man gemeinhin als allgemeinbildende Schulen bezeichnet.

Ist bekannt, aber es erschliesst sich mir nicht, warum es bei der Bahn dann gerade anders sein sollte?

Die Bahn (wie der gesamte bodengebundene Verkehr) hat einen systemischen Vorteil gegenüber dem Luftverkehr: Durch Anhalten läßt sich fast überall fast jederzeit ein sicherer Betriebszusand herstellen. Beim Flugzeig ist das prinzibedingt etwas schwieriger. ;-)

Einfaches Beispiel: Lokführer wird ohnmächtig -> Sifa schlägt an -> überschaubare Zeit später steht der Zug. Davon wird natürlich noch keine Hilfsmaßnahme am Tf ausgelöst, aber die Gefahr eines Zugunglückes ist so gut wie gebannt. Wenn beim Ausfall beider Piloten das Flugzeug einfach die Triebwerke abschaltet, ist keinem geholfen.

Bist du ganz sicher, dass die alte Lufthansa Ausbildung, wo der Copilot von eigenen Vertrauensärzten untersucht und überwacht wurde, er seine Depressionen auch hätte verheimlichen können?

Die medizinische Überwachung im Einsatzdienst und die Ausbildung sind für mich getrennt zu betrachten. Ob und inwiefern eine Diagnose gestellt worden wäre, kann ich nicht sagen, für psyhische Erkrankungen bin ich, abgesehen von meinem eigenen Vogel, kein Fachmann.

Drum hab ich ja gesagt, dass die Landung und der Start ausgenommen sein sollte, aber für den Rest der Flugstrecke können die ja beim servieren mithelfen.
:-)

Ich kenne Fluggesellschaften, wo, wenn der Pilot mal pullern geht, zuerst alle Fluggäste sich setzen und anschnallen müssen, dann wird der Gang mit den Getränketrolleys blockiert, und erst dann öffnet sich die Tür des Cockpits. Und da willst Du, daß der Pilot dem potentiellen Terroristen noch die Frage "Mit Milch und Zucker" stellt, bevor er die Knarre an die Schläfe bekommt? ;-)

Wer Erdnüsse gibt, bekommt Affen :-)

Vehement zustimmende Grüße,
der Af - äääh Colaholiker

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