Neues Verspätungsregime bei EC München-Zürich ab Dezember. (Allgemeines Forum)

Twindexx, St. Gallen (CH), Donnerstag, 13.08.2015, 23:50 (vor 3845 Tagen) @ 218 466-1

Hoi,

Umlauftechnisch Prioritäten setzen und eine andere Linie entsprechend herunterstufen.
Wirtschaftlich wäre es nicht, aber das ist auch zugegebenermaßen nicht meine Denkweise. Kundenfreudlichkeit geht bei mir über Wirtschaftlichkeit. Gemeinwohl statt Gewinn.

Ist ja ein tolles Anspruchsdenken. Man hätte gar nie damit anfangen sollen, überhaupt einen EC nach Basel zu führen, wäre diese Diskussion gar nie erst entstanden. Der Gedanke ist ja, dass wenn sich so eine Möglichkeit schon bietet, einzelne EC durchzubinden, man sie den Kunden auch anbietet. Aber anstatt dass die Kunden dann kommen, und sich freuen: «Hey cool, man lässt nicht stur alle EC in Zürich enden weil das eben so sein muss sondern einmal am Tag kann man direkt durchfahren», wird gemotzt was das Zeug hält. Ja wenns nicht passt, lassen wir es eben wieder bleiben.

Wie kommst du darauf, dass die anderen Linien weniger wichtig wären (sind sie nämlich absolut nicht!)? Der Einsatz erfolgt natürlich gemäss grösstem Fahrgastnutzen. Und auch wenn du es gerne so hättest, eine Verlängerung aller EC nach Basel ist das ganz sicher nicht. Ein Speisewagen ist sowieso immer ein Draufzahlgeschäft, eine Servicekomponente, welche im Fahrpreis teilweise bereits enthalten ist.

Die restlichen Speisewagen fahren EC 2,6-9, also um die EC-Qualiätskriterien zu erfüllen, sowie IC Basel-Chur/Interlaken/Brig, welches alle wichtige direkte Takt-IC sind. Die werden auf gar keinen Fall zum IR zurückgestuft, dafür sind die viel zu wichtig und dort zu gut besucht. Der IR Basel-St. Gallen ist und bleibt nunmal ein B-Produkt.

Ein sauberer, einheitlicher Takt ist ansonsten in der Schweiz doch so wichtig. Warum nicht auch München - Zürich - Basel?

Da müsste man nach München zuerst mal einen Takt einführen. Das sind vier Einzelzugpaare irgendwie am Tag verteilt, welche sehr weit davon entfernt sind, in irgendeiner Form als Takt bezeichnet zu werden. Der Takt wird dann mit der Elektrifizierung eingeführt. Und dann wird daraus auch die konsequente Durchbindung resultieren.

Da 1h 50min ab/bis Grenze D/A auch so erreicht werden, ist das auch nicht nötig. Der Nachteil ist, dass sich die Kurzwende in München nicht ausgehen wird.

Eine Kurzwende wird es nie geben. Auch wenn es mal irgendwann eine fünf Minuten kürzere Fahrzeit gäbe, würde man mit einer überschlagenen Wende von 2h 10min arbeiten. Die Kurzwende hat mit den Gäubahnzügen in Stuttgart schon nicht funktioniert, das wird man auf keinen Fall wieder so einrichten.


Grüsse uas der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.


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