Neues Verspätungsregime bei EC München-Zürich ab Dezember. (Allgemeines Forum)

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Donnerstag, 13.08.2015, 18:59 (vor 3969 Tagen) @ Twindexx

Nein, es sind keine zusätzlichen Speisewagen dafür verfügbar, egal wieviel Geld man haben mag. Und weitere Wagen mit Bayernlüftung für nur fünf Jahre umzubauen, ist nunmal nicht sinnvoll.

Umlauftechnisch Prioritäten setzen und eine andere Linie entsprechend herunterstufen.
Wirtschaftlich wäre es nicht, aber das ist auch zugegebenermaßen nicht meine Denkweise. Kundenfreudlichkeit geht bei mir über Wirtschaftlichkeit. Gemeinwohl statt Gewinn.

Nein, der Aufwand wäre es nicht Wert. Du unterschätzt hier den Aufwand und überbewertest den Nutzen.

Ein sauberer, einheitlicher Takt ist ansonsten in der Schweiz doch so wichtig. Warum nicht auch München - Zürich - Basel?
Die Fahrzeiten sind einheitlich ja, aber es geht nichts über Direktverbindungen.

Das ist halt ein Mentalitätsunterschied Deutschland/Schweiz. In der Schweiz ist Umsteigen völlig akzeptiert. Die Knotenbahnhöfe sind auf bequemes und einfaches Umsteigen optimiert. Zürich HB hat neben den Kopfperron ganze drei unterirdische Passagen, um vom einen Perron zum anderen zu gelangen. In München Hbf ist dagegen ein Museumsbahnhof ohne Unterführung. Die Petition für eine Unterführung in München Hbf war lange überfällig, traurig brauchts dafür überhaupt eine Petition.

In Deutschland ist dem nicht so. "Bequem" und "Umsteigen" ist ein Wiederspuch insich.
München Hbf ist kein klassischer Umsteigebahnhof. Der Anteil der Fahrgäste, die München als Start/Ziel haben liegt m.E. bei über 50%. Darum gibt es auch kaum Züge, die dort nicht beginnen oder enden.
Mit der zweiten S-Bahn Stammstrecke könnte man zusätzlich eine Querunterführung zwischen den beiden Flügelbahnhöfen und Zugang zu allen Bahnsteigen der Haupthalle bauen.

Das mit 160 km/h zwischen Geltendorf und Pasing glaub ich immer noch nicht. Die ABS 48 sieht keine Baumassnahme zwischen Geltendorf und München vor. Zwischen Geltendorf und Buchloe ist 160 km/h vorgesehen.

Das ist ja logisch, dass im Rahmen der ABS 48 dort nichts mehr gebaut werden muss, weil der 160 km/h-Ausbau Pasing - Kaufbeuren, sowie Hergatz - Lindau bereits 2011 erfolgt ist.
Die 160 km/h werden von den RE 31XX München <-> Kempten mit BR 612 und den RE-D mit BR 245 bei Verspätungen heuer auch ausgefahren - auch zw. Pasing und Geltendorf, soweit es die S-Bahn zulässt. Pünktliche Züge fahren jedoch betrieswirtschaftlich d.h. abschnittsweise nur ~100 km/h, da die Fahrzeitreserven sehr hoch sind und um nicht auf die S-Bahn aufzulaufen.

Dass die Twindexx die 160 km/h durchgehend ausfahren können, ist anhand der 35 Minuten Fahrzeit München - Buchloe trotz Elektr. die für 2x210 mit SBB-Wagen schonmal mit 34 Minuten berechnet wurde, naturlich unwahrscheinlich, wie ich ja schon mehrmals geschrieben habe. Technisch lassen es Fahrzeug und Strecke zu. Wegen dem Mischverkehr ohne Expresstrasse aber unrealistisch. Sonst könnten die EC München - Buchloe in 32 Minuten oder weniger (ohne Reserve bis ca. 29 Min.) fahren.

Der 10-min-Takt der S-Bahn geht denn sonst auch nur bis Buchenau und einige weiterfahrenden S-Bahnen fahren glaube ich nur bis Grafrath statt Geltendorf. So ergeben sich Trassierungskonflikte eigentlich nur zwischen Buchenau und Pasing.

Richtig. Dennoch leider nicht genug, um Fernzüge planmäßig ungehindert durchfahren lassen zu können, ohne den S-Bahn Takt weiter zu beeinflussen.
Das ginge nur mit Expresstrasse und gegen den Wiederstand der BEG und des MVV (die sich jedoch der SBB unterordnen müssten).
Kostet halt mehr: Streckenkategorie F3 3,10 € x Produktfaktor Expresstrasse-PV 1,80 € = 5,58 €/Km (ab 2016). Takttrasse kostet nur 5,11 € /Km. Dazu kommt evtl. noch NT-Zuschlag.

Da 1h 50min ab/bis Grenze D/A auch so erreicht werden, ist das auch nicht nötig. Der Nachteil ist, dass sich die Kurzwende in München nicht ausgehen wird.
Der erste RE nach einer Streckensperrung, der dadurch eine komplett freie Trasse hatte, (RE 57406 am 26.04.15, BR 218 mit n, 140 km/h) konnte von Pasing bis Geltendorf die Verspätung von 16 auf 10 Minuten reduzieren. Das macht deutlich wie sehr der Mischbetrieb die Züge planmäßig behindert.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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