Neues Verspätungsregime bei EC München-Zürich ab Dezember. (Allgemeines Forum)

Twindexx, St. Gallen (CH), Freitag, 07.08.2015, 16:11 (vor 3851 Tagen) @ 218 466-1

Hoi,

Die DB hat seit 1996 IC-Steuerwagen mit RIC-Zulassung im Einsatz. Die SBB ist dazu offenbar nicht fähig.

Die IC-Steuerwagen (IC-Bt) der SBB sind von der Bauert auch keine EW IV, sondern EC-Wagen. Die IC-Bt haben einfach keine internationale Ausrüstung, weil es nicht gebraucht wird. Deswegen ist deine Aussage über nicht fähig auch völlig daneben. Die IC-Steuerwagen der DB sind in ihrer RIC-Zulassung auch nur als normale Wagen zugelassen, als Steuerwagen ist er nur in Deutschland und sehr eingeschränkt in Österreich nutzbar. Ab nächsten Juni werden DB-IC-Steuerwagen wieder planmässig bis Zürich kommen, aber nur als gezogener Zug, da nicht als Steuerwagen zugelassen.

Es geht nicht nur um ein paar EC-Züge sonderun um die gesamte Flexibilität.

Die EW IV und die EC-Wagen der SBB sind zwei völlig unterschiedliche Konstruktionen. Und die Flexibiltät würde extrem leiden, wenn man die EW IV nicht in Pendelzügen einreihen könnte. Denn für internationale Einsätze hat man ja die EC-Wagen-Flotte. Das macht sich auch in der Ausstattung bemerkbar, die EW IV als Inlandswagen haben Inlands-IC-Komfort, also komplett andere Inneneinrichtung wie die EC-Wagen. Die DB-Wagen können auch nicht alle in andere Länder eingesetzt werden.

Wer weiß, welche möglichen künftigen internationalen Eisätze an dieser Isolation von der Außenwelt scheitern werden.

Gegen welchen Pfosten bist Du jetzt gelaufen? Die Wagen werden im Schweizer Binnenverkehr tatgtäglich eingesetzt, nichts mit Isolation. Es ist völlig absurd, EW IV international vorrätig zu haben, wenn man dafür dann erheblich an betrieblicher Flexibilität einbüsst, vor allem da man für internationale Einsätze ja extra die 230 EC-Wagen angeschafft hat.
Aber klar, warum haben wir auch extra die EC-Wagen gekauft. Hätten wir doch dafür nochmal 230 EW IV kaufen können. Was braucht der EC-Fahrgast schon verstellbare Sitze in der zweiten Klasse oder Mittelarmlehnen oder grössere Beinfreiheit. Scheinbar alles unnötig, schrauben wir den internationalen Komfort auf den nationalen Komfort zurück. Ich werds für den Twindexx vormelden.

Dann zähle mir mal einige SBB-Fernzüge auf, die längere Laufwege als z.B. Hamburg- Berlin - München, oder Westerland - Stuttgart haben.
Soviel zu längeren Laufwegen.

Die gibts natürlich wegen der Grösse des Landes nicht. Aber ein Fahrplan, der auf 200 km funktioniert, wird auch auf 1000 km funktionieren. In Deutschland sind nur generell die Fahrzeitreserven zu gering, einmal gemachte Verspätungen werden nur sehr schwer wieder aufgeholt. Wenn ich z.B. im EC von München her fahre, hat der in Lindau so gut wie immer drei Minuten Verspätung, und das eigentlich immer ihne ersichtlichen Grund. Allein bis St. Gallen wird diese Verspätung in der Regel wieder aufgeholt, auch wenn bei den Aufenthaltszeiten an den Bahnhöfen nichts aufgeholt wird. Das nennt man eben Fahrzeitreserve. Und deswegen sind auch die IC(N) aus Genève/Lausanne trotz längerem Laufweg in St. Gallen deutlich pünktlicher als die EC aus München.

Ich denke, aus Richtung München wollen mehr Leute nach Zürich, als aus St.Gallen nach Zürich und zu den dortigen Anschlüssen.

Falsch gedacht.

Du hast die damalige Dikussion nicht richtig gelesen. :(
Daher nochmal:

Ich habe es schon gelesen. Aber es ist mit der Infrastruktur nicht machbar. Und da hast Du meins nie richtig gelesen oder nicht richtig lesen wollen. 68 km mit 160 km/h sind 25min 30s. Da kommen dann noch die Zeiten für Beschleunigung und Abbremsen dazu. In 29 min von München nach Buchloe geht nur:
A) ohne Fahrzeitreserve
B) mit teuren Streckenausbauten, um von München bis Buchloe ohne einen einzigen Geschwindigkeitseinbruch durchgehend 160 km/h fahren zu können.

Das Projekt ABS 48 wird zwischen München und Geltendorf keine Massnahmen vorsehen. Man wird dort die vorhandenen Geschwindigkeitseinbrüche wie Knoten Pasing oder gewisse Kurvenradien an der Strecke weiterhin haben und auch nicht mit Wako fahren sofern da nicht bereits heute GNT liegt. Und dann sollte es eben doch noch etwas Fahrzeitreserve haben.
Deshalb die EC künftig in gut 35 min von München nach Buchloe. Ich kenne auch Leute, die eine professionelle Laufleistungsberechnungssoftware haben, die hätten sogar unter anderem die exakten Fahrzeugdaten einer BR 245 zum Beispiel (braucht pro Rechnung nur drei Stunden). Von daher kann ich nur müde lächeln, wenn du meinst, es besser zu wissen.

Weil der Mischbetrieb mit der S-Bahn bestehen bleibt und die BEG auf den Takt besteht und die Twindexx die 160 km/h daher nicht überall ausfahren können, da Takt S-Bahnen Vorrang haben. Fakt!

Nein, das ist falsch. Da dann die Ec im Takt fahren, wird man für die auch eine Taktrasse Fernverkehr international anmelden. Und die haben in der Trassenvergabe die höchste Priorität. Deshalb ist für den EC völlig belanglos, was die S-Bahn machen wird. Die S-Bahn wird sich zwangsläufig dem EC unterordnen müssen. Da hat auch die BEG nicht szu melden, denn die Trassenvergabe hier ganz klar gesetzlich geregelt. Aus diesem Grund muss es die Schwiez auch nicht interessieren, ob da nun ein drittes Gleis gebaut wird oder nicht, da eben der EC eh Vorrang hat, as ist rein ein Problem des S-Bahn-Verkehrs. Die Schweiz interessiert es nur, ob der Knoten Pasing vielleicht mal ausgebaut wird (Westausfahrt).


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.


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