Neues Verspätungsregime bei EC München-Zürich ab Dezember. (Allgemeines Forum)

Twindexx, St. Gallen (CH), Dienstag, 04.08.2015, 17:46 (vor 3979 Tagen) @ 218 466-1
bearbeitet von Twindexx, Dienstag, 04.08.2015, 17:46

Hoi,

Zunächst mal ist es schade, dass das Verspätungsregime ausgerechnet jetzt, mit der Integration der EC in den IR-Takt und damit Durchbindung einiger Züge München - Zürich - Basel SBB eingeführt wird, auch wenn das leider nur drei Jahre anhält.

Wie ich mittlerweile weiss, bleiben die Durchbindungen nach Basel noch bis zur fertigen Elektrifizierung. Die IR Basel-Zürich HB werden dann in die ab Dezember 2018 neue schnelle IC-Trasse durchgebunden statt auf den IR Zürich HB-St. Gallen, welcher dann zusätzlich noch in Oerlikon, Uzwil und Flawil halten wird und somit länger bis St. Gallen braucht. Dabei werden wegen des Umlaufs der Kompositionen die EC 190, 194, 195, 196 und 197 aber auch dann nicht bis/ab Basel verkehren, einfach weiterhin EC 191, 192 und 193.

Mit der fertigen Elektrifizierung wird das ganze nochamals über den Haufen geworfen und ab Ende 2020 das durchgehende Vierzugkonzept eingeführt. Im Moment sieht es so aus, als ginge dann die Durchbindung via Durchgangs-Tiefbahnhof Löwenstrasse nach Biel. Aber da wird bis dann noch viel Wasser durch den Bodensee fliessen.

Den pünktlichen Ersatzzug kann die SBB ja fahren, aber deswegen den Regelzug wegen unter 10 Minuten Verspätung abzustellen, finde ich falsch.

Die Philosophie dahinter ist ja, Verspätungen möglichst an der Quelle zu bekämpfen, um die Auswirkungen auf andere Züge und Landesteile möglichst klein zu halten.
EC mit mehr als zehn Minuten Verspätung würden bis Winterthur hinter zwei S-Bahnen herfahren. Das führt dann letztlich dazu, dass die nachfahrenden Taktzüge irgendwann vor Zürich beinahe auflaufen würden. Da ist der EC dann eher ein Betriebshindernis ohne Zeitvorteil im Vergleich zum nachfolgenden Taktzug. Dass die Fahrgäste bis Zürich sitzen bleiben könnten, wäre da der einzige Vorteil. Die Behinderung einiger anderer Züge mit für sich allein schon deutlich mehr Fahrgästen, welche somit eher zu bevorzugen sind, steht da aber dagegen. Die Entscheidung diesbezüglich muss objektiv getroffen werden.

Auch im NV wären nahezu keine Änderungen nötig, bzw. die Anpassungen der RB bei Kißlegg problemlos möglich.

Also ich habe mitbekommen, dass ohne schienenfreie Zugänge die EC in Kisslegg zwingend über das Gleis drei schleichen müssen, sofern während dieser Zeit sich Regionalzüge im Bahnhof aufhalten. Diese betriebliche Einschränkung scheint mir noch entscheidend. Mit der Elektrifizierung soll sich das ändern und die EC dann schneller über Gleis eins durchfahren. Der Bahnhof erhält dann eine Unterführung.

Ich hoffe, dass während der Bauarbeiten nicht so lange über Kempten gebumelt wird und sich das auf Wochenenden beschränken wird.

Bereits 2017 soll es zu längeren Streckensperren kommen. Auf mehrwöchige Sperren in der verkehrsarmen Zeit um den Februar herum und während der Sommerferien sowie verlängerte Wochenendsperren, insbesondere an Feiertagswochenden, sollte man sich wohl jetzt schon einstellen. Aber feststehen tut da wohl noch nichts. Lästiger als Sperren der Strecke Hergatz-Memmingen-Buchloe wären sowieso Sperren in den Abschnitten Lindau-Hergatz und Buchloe-Geltendorf.
Ich denke, dass sie sämtliche Bauarbeiten auf der Strecke via Kempten noch vor 2017 durchziehen wollen, um dann bis 2020 dort freie Strecke für die Umleitungen zu haben. Nach 2020 soll es auf der elektrifizierten Strecke erstmal für längere Zeit keine Unterbrüche mehr für Substanzerneuerung geben. Diese Bauarbeiten sollen dort parallel zur Elektrifizierung stattfinden, wo das noch nicht gemacht wurde in den letzten Jahren.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.


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