Neues Verspätungsregime bei EC München-Zürich ab Dezember. (Allgemeines Forum)

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Mittwoch, 05.08.2015, 22:50 (vor 3978 Tagen) @ Twindexx

Das andere sind alles Kompostionen mit weitgehend fehlender Auslandszulassungen. Da sind auch solche dabei, welche grundsätzlich in Deutschland nicht zulassungsfähig sind (da kann man technisch auch nicht anpassen, dass es dem EBA passt).

Schade. Was ist an den SBB-Wagen eigentlich so viel anders, dass es keine EBA-Zulassung gibt?

Und Überholungen der S-Bahn sind so eine Sache. Die Thurbo-GTW benötigen pro Halt weniger als anderthalb Minuten zusätzliche Fahrzeit, die machen das recht flott, würden aber wegen Blockabständen bei Überholungen ca. fünf Minuten Verspätung kassieren (zwei bis drei Minuten warten auf den EC und zwei bis drei Minuten warten bis der Block vorne wieder frei ist). Einfach mal so fünf Minuten Verspätung produzieren ist nur begründbar bei einer Chance, wichtige Anschlüsse in Zürich doch noch zu erreichen. Diese Möglichkeit existiert aber ab zehn Minuten Verspätung nicht mehr, weil die Anschlüsse in keinem Fall so lange warten.

Da sieht man, dass ITF mit knappen Anschlüssen nicht nur Vorteile hat.
Bei versetzten Anschlüssen mit 15 oder 30 Minuten Übergang hat man viel mehr Reserven bei Verspätungen.
Abgesehen davon gibt es auch Fahrgäste mit Reiseziel Zürich und da ist es nicht schön, wenn man in St. Gallen umsteigen, dazu noch bis 20 Minuten zuwarten und 30 Minuten später ankommt. Für die Durchbindung nach Basel muss man in Zürich erneut umsteigen.
Daher wäre es besser, bei unter 30 Minuten Verpätung, die Züge dennoch bis zum regulären Ziel fahren zu lassen, was ja die Einlegung des pünktlichen Ersatzzugs als zusätzlichen Zug nicht ausschließt.

Ganz abgesehen davon, dass man erst den passenden Bahnhof dafür finden muss. Eine Zugsüberholung einer S-Bahn habe ich bis jetzt auch nur ein einziges Mal erlebt und ich fahre die Strecke schon länger und recht oft. Für Güterzüge wird bei Elgg eine 800 m lange Überholgleisanlage erstellt bis Ende 2018, aber bei Personenzügen ergibt sich diese Notwendigkeit auch im Störungsfall praktisch nie, zumindest was halt den inländischen Taktverkehr angeht.
Würde man solche verspäteten Züge nicht derart isolieren, wäre in dem extrem dichten Verkehr auf Schweizer Schienen schnell mal ein Rattenschwanz bis Genf runtergezogen und die Zuverlässigkeit des ganzen schweizweiten Fahrplans wäre dahin. Und das kann man in keinem Fall bieten.

Ein drei- oder viergleisiger Ausbau für fliegende Überholungen hätte geholfen. Gut, in der Schweiz ist der Unterschied der Fahrzeiten zw. FV und NV meistens geringer als in Deutschland, aber dennoch behindert auch dort der Mischbetrieb den Betriebsablauf.

Das soll sich aber mit den Bauarbeiten am Bahnhof Kisslegg ändern, die EC sollen künftig schneller durch Gleis eins fahren. Für die Strecke Wangen-Leutkirch wird dann das Gleis eins das Hauptdurchfahrtsgleis mit Streckengeschwindigkeit.

Der Austausch einer Weiche reicht dazu.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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