VRR: Bahnsteige zu hoch für neue S-Bahnen (Allgemeines Forum)

flierfy, Freitag, 20.09.2013, 00:30 (vor 4583 Tagen) @ Giovanni

Stufenfreier Bahnverkehr wäre nur dann möglich, wenn die Bahnsteiglängen für dein Einsatz einstöckiger Triebzüge ausreicht. Momentan haben wir die Situation, dass weder stufenfreier Einstieg noch stufenfreier Fahrgastraum möglich sind.

Die Länge von 140 m reicht aus. Zumindest, um 4-teilige Dostos vollständig und 5-teilige Dostos so gut wie zu substituieren.


Der ÖBB Cityjet bietet auch 55cm bei stufenfreiem Fahrgastraum.

Cityjet??


Auf dem RE3 und RE5 sind heute zum Teil 5 Doppelstockwagen unterwegs, im neuen Verkehrsvertrag sogar nahezu durchgehend. Auch der RE1 mit trotz 5 Dostos mit 140m Bahnsteiglänge (Nutzlänge etwas geringer) auskommen.

Die RE5 hab ich noch nie mit 5 Doppelstockwagons gesehen. Das muss ja dann sehr selten der Fall sein. Da fahren aber zum Teil 5-teilige Hamsterbacken, was meine These stützt, dass einflurige Fahrzeuge sehr wohl möglich sind.


SLT ???

SLT


Bei RE1, RE2, RE3, RE5, RE7, RE10, RB10 und RB14 übersteigt die Zuglänge planmäßig die Bahnsteiglänge. Beim RE4 ist das wohl entgegen der DB-Auskunft nicht mehr der Fall (Buschow und Nennhausen verlängert).
Von nicht ausreizen kann daher nicht die Rede sein.

Die eingesetzten Züge sind alle kürzer als 140 m. Da können sie wohl kaum die Bahnsteiglänge überragen.


Willst du die Züge an der Landesgrenze brechen? Es bleibt dabei: Die 55cm-Bahnsteige sind an der Strecke Berlin-Stralsund in der Mehrheit.
Eine nutzbare Alternative zu den jetzt eingesetzten 55cm-Fahrzeugen existiert nicht, da man sonst ~180m Bahnsteiglänge bräuchte.

Ich will keine Zugläufe brechen. Nur müssten die Mecklenburger mal erklären, wie man stufenfrei ein- und aussteigen will, wenn sie ein Extra-Süppchen kochen. Denn spätestens in Berlin sind alle Bahnsteige 76 cm hoch. Und dort findet die Mehrzahl der Ein- und Ausstiege dieser Züge statt und nicht an den vielen pommerschen Milchkannen. Dazu kommt, dass die Mehrzahl der Reisenden von und nach Prenzlau wohl aus/in Richtung Berlin und anderer brandenburger Städte unterwegs sein dürfte. Daher war es sinnvoll, sich an diesen Höhen anzupassen.


Gute Argumentation - die aber ein entscheidendes Problem übersieht: Im Nahverkehr werden rund 10x so viele Fahrgäste wie im Fernverkehr befördert. Deshalb ist ein stufenfreier Einstieg im Nahverkehr um ein vielfaches höher zu gewichten als die Ersparnis einer Stufe im Fernverkehr.

Im Nahverkehr sind schnelle Fahrgastwechsel gefragt. Und in der Hinsicht schneiden Doppelstockzüge auf Grund der Treppenaufgänge, der geringen Zahl an Türen und der langen Wege bis zu den Ausgängen ziemlich schlecht ab.


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