Echter HGV innerhalb CH vs. innerhalb EU. (Allgemeines Forum)

Re 8/12, Winterthur, Freitag, 03.12.2021, 19:10 (vor 1585 Tagen) @ Oscar (NL)

Innerschweizerisch macht HGV wenig Sinn. Innerniederländisch auch nicht.

Da bin ich mir nicht so sicher. Für die Sinnhaftigkeit ist sicher entscheidend, das Ganze grenzüberschreitend zu denken. Die nötige Nachfrage wird aber weitgehend im Inlandverkehr zu suchen sein.

Nehmen wir mal das Beispiel einer 60 km-Strecke (entspricht Genf-Lausanne, Rotterdam-Amsterdam oder Winterthur-St. Gallen): Das kann man von 36 Minuten glatt auf 18 bis 22 Minuten reduzieren. Damit (und nur damit!) wird die Bahn auch für Verbindungen attraktiv, bei denen ein Endpunkt (oder beide) in der Agglo oder auf dem Land liegt.

Daher auch meine Skepsis zu ZH-BE 30 Minuten.

Das ist in der Tat ein Grenzfall. Zu überlegen wäre, ob man die Kantenzeiten zwischen Lausanne, Bern und Zürich auf je 45' bringen und Lausanne-Zürich nonstop in 60' fahren könnte.

Interessant wäre noch Basel-Bern 30 Minuten. NBS Basel-Aesch parallel an A18, danach Basistunnel bis Deitingen, dann parallel zur A1 bis zur aktuellen "Rennbahn".

Das bräuchte m.E. zuviel Beton, zumal Bern-Olten ja schon gebaut ist.

Bin mir nicht sicher, ob 70 km Strecke mit 200 km/h Fahrzeugen in 26-28 Minuten machbar ist. Vermutlich sind 250 km/h Fahrzeuge nötig.

Das geht schon, aber wenn man HGV will, kommt man letztlich wohl trotzdem nicht um entsprechendes Rollmaterial herum.

Das Dilemma, das man aber hat, ist dass teure Neubauten nötig sind, wogegenüber eine relativ kleine Nachfrage steht.
Problem bei CH ist aber, dass man hier in Vergleich zu NL Verkehre schwer bündeln kann.

Auf der West-Ost-Achse hätten wir sicher genug Nachfrage, Richtung Basel wohl nur nach deutlicher Fahrzeitreduktion.

Der Verkehr FR-DE geht nicht via Schweiz. Bestenfalls Südfrankreich-Süddeutschland. Das ist aber eine relativ schwache Achse.

München-Marseille wird nachfragemässig nicht gross einschenken. Anders könnte es bei hinreichend attraktiven Fahrzeiten für Teilstrecken aussehen wie München-Genf oder Zürich-Lyon.

Wünschenswert wäre allerdings Basel-Amsterdam in 5 Stunden via Köln. AMS-30-UTR-60-K-90-MA-30-KA-90-Basel. (oder gleich MA-90-Basel?)

MA-Basel höchstens 90, besser 75. AMS-UTR wohl 15. Somit AMS-Zürich 270.

Wäre doch toll, wenn in Amsterdam Centraal der ICE International Amsterdam-Basel und der Thalys Amsterdam-Zürich nebeneinander stehen...
Oder noch besser: der Frecciarossa Amsterdam-Lyon St. Exupéry-Milano C vs. ICE International Amsterdam-Zürich-Milano C...

Nebeneinanderstehen gern, aber vielleicht dann um 30 Minuten versetzt abfahren. Wenn du dann den Pariser verpasst, kannst du immer noch den komfortableren Schweizer nehmen :)

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