Sammelantwort CH (Allgemeines Forum)

Re 8/12, Winterthur, Freitag, 03.12.2021, 16:25 (vor 1586 Tagen) @ Aphex Twin

Träum schön weiter in deinem Wolkenkuckucksheim.
Vielleicht gibt es keinen Vergleich mit oberirdischen Varianten weil jeder in der Realität lebende weiß dass solche vollkommen unrealistisch sind?

Ja klar - wieder mal die bewährte Methode, lästige Kritiker abzufertigen, wenn einem die Argumente ausgehen. Könnten wir jetzt nicht einfach mal nüchtern schauen, was dafür und was dagegen spricht?

Wenn alle Planungen jeglicher NBS seit Jahrzehnten sehr hohe Tunnelanteile haben, wird das wohl seinen Grund haben.

Dem ist aber nicht so. Die Tunnelanteile variieren in Wirklichkeit stark. Ich weiss nicht, was du unter sehr hohen Tunnelanteilen verstehst. Bei frei trassierten Neubaustrecken dürfte sich der Tunnelanteil in unseren 'Breitengraden' (D-A-CH) in einer Grössenordnung um 50 Prozent bewegen - bei Bündelung mit bestehenden Verkehrswegen natürlich deutlich tiefer. Dass man eine 30 km lange Strecke einfach mal durchgehend unter den Boden legt, finde ich schon eher speziell.

Dabei gibt es durchaus auch Beispiele, wo man wohl schon die Behauptung wagen könnte, es seien mehr Tunnelstrecken als unbedingt nötig gebaut bzw. geplant worden. In Deutschland ist es z.B. auch so, dass die Bahn für ihre Planungsleistungen bei unterirdischen Strecken besser entschädigt wird als bei offenen.

Zeige mir irgendeine Planung die mehr als nur ein Strich auf der Landkarte ist die eine weitgehend oberirdische NBS vorsieht.

Es redet ja kein Mensch von durchgehend nur oberirdischen NBS. Beispiele, wo man den Tunnelanteil einigermassen im Griff hat, gibt es zuhauf:
- Koppigen-Aeschi: 6,5 km NBS in freier Trassierung mit gerade mal 1 km Tunnel
- Glatttalbahn: Anderes Thema weil andere Trassierungsparameter, aber immerhin in Stadtgebiet und weitgehend oberirdisch, oft in freier Trassierung.
- Neue Westbahn: z.B. Umfahrung Enns, ca. 8 km NBS offen in freier Trassierung (Rest ebenfalls zu grossen Teilen offen, aber gebündelt mit bisheriger Anlage)
- Nördliche Hälfte der NBS Nürnberg-Ingolstadt
- NBS Erfurt-Halle
- Nördlichster Teil der NBS Ebensfeld-Erfurt zwischen Ilmenau und Erfurt
- Umfahrung Stendal der NBS Berlin-Hannover (Rest ebenfalls zu grossen Teilen offen, aber gebündelt mit bisheriger Anlage)

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