echter HGV in CH und NL. (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 29.11.2021, 15:17 (vor 1589 Tagen) @ Re 8/12

Hallo Re 8/12,

Über weite Strecken wären neue Trassen entlang von Autobahnen denkbar.

Aber auch nur dort, wo eine Autobahn existiert, aber keine Bahnstrecke.

Interessant wäre ein "Eiserner Rhein 2.0". Also eine Rennbahn Antwerpen-(88)-Eindhoven-(54)-Venlo-(45)-Duisburg. Eingeklammerte Zahlen sind Autokilometer.

A. Antwerpen-Eindhoven: ein Thalys könnte das bei einer 300 km/h Rennbahn in 30 Minuten fahren. Nur schade, dass das Einzugsgebiet der Strecke relativ klein ist; ab Den Bosch und Tilburg ist man via Breda schneller in Antwerpen und Brüssel. Maastricht-Brüssel ist via Lüttich schneller.
Kommt noch dazu, dass man die Strecke von Westparallel (A67/N69) bis Eindhoven Centraal komplett untertunneln müsste. Vielleicht müsste man einen Fernbahnhof südlich von Eindhoven überlegen:
a. beim High Tech Campus (die meiste Nachfrage)
b. Aalsterweg (die beste ÖPNV-Anbindung, mit vielen Buslinien und eine freie Busspur zum Hbf)
c. Geldrop Süd (die beste Bahnverknüpfung; hier kreuzt die Strecke Eindhoven-Weert)

B. Eindhoven-Venlo: hier gibt es schon eine alte Bahnstrecke; diese bindet auch Helmond an. Die Stadt hat 100.000 Einwohner sowie die Automotive Campus.

C. Venlo-Duisburg: ein IC könnte das in 20 Minuten fahren. Leider auch hier das Problem der schwierigen Anbindung mit dem Altnetz in Venlo. Ab Bahnhof Venlo müsste man mit einem 4-5 km Tunnel zur "blauen Lagune" an der A40. Vielleicht auch hier ein Fernbahnhof am Stadtrand:
a. bei Raaieind = dort wo die Maaslinie die Autobahn kreuzt.
b. bei Veegtes, Kreuzung N271; hier verkehrt die wichtige Buslinie 83, zudem könnte man die Stadtbuslinien die in Veegtes enden zu diesem Fernbahnhof verlängern.

Nachteil von diesen Fernbahnhöfen ist dass man für die Stadtmitte dennoch umsteigen muss, und die Zeit die man mit dem Rennzug gewinnt, verliert man mit den Busfahrten.

Im Dreieck Zürich-Basel-Bern stellt sich die Frage, ob man Kantenzeiten von einheitlich 30 Minuten anstreben sollte, was fahrplantechnisch am einfachsten wäre, aber bezüglich Machbarkeit ein Grenzfall. Geht man davon aus, dass auf weniger stark frequentierten Anschlusstrecken weiterhin nur Halbstunden- und nicht Viertelstundentakt angeboten wird, dann muss jeder Knoten entweder in die 00/30- oder in die 15/45-Lage gebracht werden. Aus kombinatorischen Gründen sind dann für das Dreieck ZH-BS-BE nur Kantenzeitkombinationen 30-30-30, 30-45-45 oder 30-45-60 möglich; 30-30-45 oder 45-45-45 geht nicht.

30-45-60 -> 30-60-60, doch?

Wenn man alles neu bauen würde, wäre eine Streckenführung Basel-Bern via Solothurn in der Tat eine interessante Option. Realistischer wäre aber eine Ertüchtigung der bestehenden NBS Bern-Olten auf 250 bis 300 km/h.

Geht das mit den aktuellen Tunnelquerschnitten? Ich habe so die Vermutung, die Gleise müssten weiter auseinander.

Kommst Du voran mit Deinen hochinteressanten Entwürfen für NL-D?

Es gibt selbstverständlich ganz viele Hürden, die ich nehmen muss. Was ich damals geschrieben habe, war auch ein bisschen "aus dem lockeren Puls" geschrieben. Die konkrete Darstellung ist nicht leicht. Trassenwahl, Anbindung mit der alten Infra, usw.
Dazu kommt noch dass die meisten hier in NL noch konservativ über die Bahn denken. Lieber doch bestehende Trassen ausbauen und vorhandene Infra besser benutzen.

Meine Widerrede ist allerdings, dass die NL-Städte für echten HGV zu nah beieinander liegen. In Vergleich zum IC200 wird der Thalys nicht viel schneller sein.
Man muss also nicht bedenken, wie man Amsterdam, Utrecht und Arnhem näher zu Duisburg, Düsseldorf und Köln bekommt, sondern die Niederlande näher zu Deutschland.
Daher auch meine anfangs kompromisslose Trassierung Utrecht-Köln. Dann kann man 180-200 km Strecke mit vmax fahren und dann lohnt sich 300 km/h vmax. Und mit der Anbindung von Nijmegen und Venlo kann man Inlands-IC200 auf der Strecke verlagern.

Ich habe allerdings festgestellt dass der Blogger von infrastruct nach wie vor aktiv ist, auch wenn es so aussieht, seine Dokumente seien jahrelang nicht mehr aktualisiert. Er hatte mal eine Rennbahn Nijmegen-Köln vorgeschlagen. Zudem eine Rennbahn Venlo-Neuss.
Mal sehen was da rauskommt. Er scheint auf Kommentare zu antworten.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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