IC 118/119 (Allgemeines Forum)

Christian_S, Dienstag, 13.10.2020, 21:22 (vor 8 Tagen) @ Gast

ein ziemlicher Aufwand, wenn man bedenkt, daß der Zug Richtung Norden in Stuttgart dann wieder 14 Minuten stand. Hätte man nicht ebensogut in Friedrichshafen umsetzen, in Ulm die Ellok ans richtige Ende setzen und in Stuttgart dadurch später ankommen und kürzer halten können?

Wie gesagt, beim Allgäu-IC hat man das vor ca 15 Jahren noch so gemacht. Der stand damals dafür dann in Stuttgart nur noch 6 oder 7 Minuten ...
ABER: ich beschrieb ja schon den Personalaufwand in Ulm mit 3 Tf quasi zeitgleich an einem Zug. Das ging damals noch, weil nur der aus Oberstdorf ankommende Tf auf den 2x218 ein Stuttgarter Fernverkehrs-Tf war. Sowohl jener Tf, der den Zug vom Steuerwagen aus nach Stuttgart fuhr als auch jener, der hinten die 101 beistellte waren damals Tf der RAB in Ulm, also Tf vor Ort. Heute geht sowas leider nicht mehr und die nötigen Tf müssten erst nach Ulm gebracht werden bzw von dort zurück - sehr aufwendig und teuer. Das ist auch mit ein Grund, warum die Züge heute - trotz Nachteilen an der Geislinger Steige - in Stuttgart umgespannt werden.

Was sprach außerdem dagegen, mit einer 218 im Wendezugbetrieb zu fahren? Für Ulm-Lindau sollte eine ja auf jeden Fall reichen (wenn es zur Not sogar über die Geislinger Steige reicht...). Der IC Burg-Hamburg wurde auch längere Zeit mit einer 218 geschoben.

Gute Frage, es dürfte aber wohl an der Energieversorgung gelegen haben. Ich bin kein 218-Tf gewesen, mir ist aber in Erinnerung, das eine 218 max. 6 Wagen ausreichend mit Energie aus der Zugsammelschiene versorgen kann. Bei mehr Wagen könnte es eng werden für Klimaanlagen, Heizung etc, vor allem bei recht extremen Temperaturen. Daher wird man sowas wohl nur gemacht haben, wenn es sich kurzfristig nicht vermeiden ließ.


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