Berlin-München vs. Rom-Mailand. (Reiseberichte)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 15.04.2015, 15:23 (vor 4055 Tagen) @ Lumi25

Komisch in Frankreich geht das in Lyon oder in Italien auch. Insbesondere Italien kann man auch recht gut mit Deutschland vergleichen. Die Italiener bauen die NBS allerdings so, dass ein optimaler Nutzen für viele ensteht nämlich mit entsprechenden Verbindungskurven zum Altnetz und lässt dort dann IC fahren.

Die Strecke Turin-Neapel enthält dann auch die Mehrheit des totalen italienischen Fernverkehrs. Man hatte eine land-durchquerende, fast 1000 km lange Schienenautobahn gebaut. An der Strecke liegen Turin, Mailand, Bologna, Florenz, Rom und Neapel, plus ein Dutzend kleinere Städte wie Vercelli, Novara, Parma, Modena, Arezzo.

- die allermeisten fahren Mailand-Rom v.v.
- recht viele fahren zwischen den 6 genannten Grossstädten
- relativ wenige haben als Start/Ziel die kleineren Städte
- auch relativ wenige fahren eine Teilstrecke, z.B. Rom-Bozen, Mailand-Bari oder Rom-Venedig, aber alles zusammenaddiert (also Rom-Bozen UND Mailand-Bari UND Rom-Venedig) sind es dann wieder relativ viele, die eine Teilstrecke fahren

Und so haben wir Frecciarossa für die ersten beiden Kategorien, Frecciargenta für die Teilstreckenbenutzer (auf Altstrecken teilweise mit Neigetechnik), Frecciabianca und/oder ICs für die Kleinstadtbesucher. Und so haben wir auch eine Rennbahn die darauf ausgelegt ist: wie eine Autobahn.

In Deutschland durfte es keine Relation geben mit einer so stark vertretenen Kundschaft wie Mailand-Rom. Oder eine Strecke die damit vergleichbar wäre. Am nächsten käme s.i.w. Hamburg-München noch dran. Man könnte sagen:

a. ICE Sprinter/International = Hamburg-Hannover-Nürnberg-München (nur diese Halte, ICE International ab Nürnberg nach Wien, ggf. Budapest)
b. ICE wie jetzt, aber immer via Rennbahn Nurnberg-Ingolstadt mit Halt in Ingolstadt
c. IC hält extra in LG/UE/CE und fährt ab Nürnberg via Augsburg nach München

Allerdings denke ich nicht, dass der Schwerpunkt bei a. liegt, wie in Italien der Fall ist, sonder eher bei b. oder sogar c.

In Deutschland kann man als Vergleich dazu Heidelberg nehmen. Der ICE fährt Mannheim-Stuttgart direkt und der IC größtenteils über Heidelberg und dann ab dem Abzw. Rollenberg über die NBS nach Stuttgart. Was für einen Sinn würde es machen jeden ICE nach Stuttgart via. Heidelberg zu führen nur weil es ein wichtiger Knoten ist? Der Fahrzeitunterschied IC zum ICE auf den paar Kilometern NBS beträgt maximal 5 Minuten.

Bei der heutigen Infra (also noch ohne Rennbahn Frankfurt-Mannheim) würde ich sagen: ICE-Knoten in Mannheim, IC-Knoten in Heidelberg.
Gut, wir wissen, der IC wird zum Teil auch ein ICE (die heutigen Rheintal-ICs sollen z.B. verICEt werden) und ob der IC-NEU die Knotenfunktion in Heidelberg übernehmen kann, bin ich mir nicht sicher.


gruss,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum