Schnellen SPFV gibt's nun mal nur mit SFSen (Reiseberichte)

flierfy, Montag, 13.04.2015, 12:41 (vor 4057 Tagen) @ Mario-ICE

Es stellt sich jedoch die Frage, ob es das ganze Geld wirklich wert war, auf der VDE 8.1 wird in der Regel 1 Zug pro Stunde fahren, je nach Sprinteraufkommen vielleicht ein zweiter jede 2. oder 4. Stunde. Dem Güterverkehr wurden durch diese Strecke rosige Zeiten versprochen, inzwischen fahren im Güterverkehr immer mehr Private, ob diese die teuren Fahrzeug und Trassenkosten tragen werden bleibt abzuwarten.

Abwarten. Erst wenn zwischen Nürnberg und Ebensfeld durchgehend 4 Gleise liegen, wird das ganze Potential der VDE8 zur Verfügung stehen. Und erst dann wird man Verkehre fahren können, die konkurrierenden Verkehrsträgern die nachfrage abgraben.

Ein Bundesland erkauft sich die neue Strecke mit einem Halt und verliert dafür andere Halte, die per Gutachten keine Vorteile durch die NBS erzielen und muss nun den regionalen Zubringerverkehr bezahlen.

Zubringerverkehr musste Thüringen schon immer bezahlen. Es dreht sich nun lediglich die Zubringerrichtung um. Insgesamt ergeben sich für Thüringen sehr viel mehr Vor- als Nachteile durch die beiden SFSen.

Es gab ja Ausbaupläne auf den Altstrecken, die dann im Überschwang der Nachwendezeit in den Schubladen verschwunden sind. Sicher wäre man nicht an die angepeilten Ziele der VDE 8 herangekommen, jedoch wären die Unterschiede wesentlich geringer als mancher heute denkt.

Das glaubst du ja selbst nicht. Die Bestandsstrecke eignet sich überhaupt nicht für den SPFV. Ausbauten, die wirkliche Fahrzeitgewinne gebracht hätte, wären ähnlich teuer gewesen wie die Teilabschnitte des VDE8. Doch dann hätte man sich weiterhin mit dem Regional- und Güterverkehr rumplagen müssen.


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