Überholung RE durch ICE (Reiseberichte)

Christian_S, Dienstag, 14.04.2015, 22:35 (vor 4060 Tagen) @ 218 466-1

Kommt auf die Blockabschnitte an. Auf der NIM geht das in Pfaffenhofen und Pethershausen in unter drei Minuten Standzeit bei Überholung MNX durch ICE. Zeitverlust abzüglich planmäßiger Standzeit unter 2 Minuten.
Im Allgäu in Mindelheim (Strecke München - Memmingen) kostet die (planmäßige) Überholung dagegen über 10 Minuten.

Richtig, es kommt auf die zulässige Streckengeschwindigkeit im Zusammenspiel mit der Verteilung der Signalblöcke an.

Ich hab nicht mitgezählt, wie oft ein RE planmäßig zur Seite geholt wurde, damit der EC überholen kann - der dadurch nur eine Minute gewinnen würde.
Nur stand der RE dort meist vergebens, da der EC nie so absolut pünktlich war, dass die Überholung Sinn gemacht hätte.


Wäre noch interessant wo "dort" ist?

Mir würde da von vor einigen Jahren noch das Beispiel Bad Endorf einfallen. Die RB München-Salzburg hatte da planmäßig Aufenthalt zur Überholung durch den ÖBB-Korridorzug. Kam der verspätet, konnte die RB trotzdem nicht abfahren, da sie ja den planmäßigen Aufenthalt hatte. Also fuhr sie pünktlich weiter und wurde dann später außerplanmäßig überholt, was auch der RB Verspätung einbrachte.

Ähnliche Beispiele solcher Überholungen finden sich heute z.B. noch sehr zahlreich zur HVZ im Kinzigtal (Hanau-Fulda), wo eigentlich auch fast täglich ad-hoc disponiert werden muss.

In meinen Augen ist es bei solchen Überholungen sinnvoll, planerisch keinen großen Aufenthalt zu veröffentlichen, sondern die Zeit lieber als Puffer bis zum nächsten Bahnhof einzubauen. Verlängert zwar zwischen den beiden benachbarten Bahnhöfen die Fahrzeit des Regionalzuges, dafür kann aber flexibler agiert werden, ohne unnötig Zeit abzustehen und später verspätet zu werden. Funktioniert aber eben auch nur in sehr begrenztem Rahmen und eigentlich nicht über eine längere Strecke.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum