Reisezeiten M - B heute und mit VDE8 - und Alternativen dazu (Reiseberichte)

Lumi25, Montag, 13.04.2015, 13:59 (vor 4058 Tagen) @ Mario-ICE

Es stellt sich jedoch die Frage, ob es das ganze Geld wirklich wert war, auf der VDE 8.1 wird in der Regel 1 Zug pro Stunde fahren, je nach Sprinteraufkommen vielleicht ein zweiter jede 2. oder 4. Stunde. Dem Güterverkehr wurden durch diese Strecke rosige Zeiten versprochen, inzwischen fahren im Güterverkehr immer mehr Private, ob diese die teuren Fahrzeug und Trassenkosten tragen werden bleibt abzuwarten.


Sobald die Strecke Hof-Regensburg unter Draht ist stellt sich diese Frage gar nicht mehr für Güterzüge. Ich frage mich wie ohne den Güterverkehr die NBS ihre Betriebskosten einigermaßen erwirtschaften soll. Der IR wird ja auch nicht kommen.

Ein Bundesland erkauft sich die neue Strecke mit einem Halt und verliert dafür andere Halte, die per Gutachten keine Vorteile durch die NBS erzielen und muss nun den regionalen Zubringerverkehr bezahlen.


Zubringerverkehre klingt gar nicht mal so schlecht ist nur die Frage wie man das ganze umsetzt. Talent II oder VT 612 sind jedenfalls keine Fahrzeuge die mittleren Fernverkehr gerecht werden. Der Fernverkehrskunde möchte z.B. gerne in Ruhe und bequem sitzen können und sich nicht beim Einstieg um die Sitzplätze schlagen müssen.

Es gab ja Ausbaupläne auf den Altstrecken, die dann im Überschwang der Nachwendezeit in den Schubladen verschwunden sind. Sicher wäre man nicht an die angepeilten Ziele der VDE 8 herangekommen, jedoch wären die Unterschiede wesentlich geringer als mancher heute denkt.
Zum Thema Individualverkehr stellt sich schon die Frage, wie sieht denn der Nutzen für solche Autobahnen aus.


Würde mich echt mal im Detail interessieren was dort möglich gewesen wäre.

Auch wenn es viele hier nicht hören wollen, die Eisenbahn ist ein Nebenschauplatz im Verkehrswesen geworden und wenn man nicht aufpasst wird bald eine Generation kommen, die sie sogar als zu teuer und überflüssig betrachtet.


Ich empfinde es als sehr schade, dass es in Deutschland keine Musterregion gibt wo die Schiene klar schneller ist als das Auto.

Die Eifel würde sich für so was durchaus anbieten, denn noch ist die A1 nicht durchgängig. Potential ist hier massig vorhanden, dass haben früher die Neigezüge gezeigt. Dieser hat alle Knoten (Köln-Euskirchen-Trier-Saarbrücken) und wichtigen Anschlüsse miteinander verbunden. Der Effekt die Fahrgastzahlen stiegen mal eben um 50% an.

Man sieht also die Leute steigen um wenn es attraktiv ist und die Fahrzeiten stimmen. Mit eine durchgehenden Elektrifizierung und Neigezügen so wie teilweisen Streckenausbau auf 2 Gleise (vor allem im Abschnitt Gerolstein-Trier) könnte man Köln-Trier in 2 Stunden und Köln-Saabrücken in 3 Stunden locker schaffen und wäre damit auf Augenhöhe zum Auto.

Bei Neutrassierungen wäre Köln-Saarbrücken in 2 1/2 Stunden durchaus realistisch.


Leider fehlt für so was der politische Rückhalt.


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