SBB schreiben 29 ICx aus (Allgemeines Forum)

Twindexx, St. Gallen (CH), Dienstag, 17.04.2012, 03:25 (vor 5104 Tagen) @ Mario
bearbeitet von Twindexx, Dienstag, 17.04.2012, 03:25

Hoi,

Naja, zwischen "billig" und "preiswert" ist da schon ein Unterschied. Und ich persönlich sehe im starken Interesse der ohne Frage erfolgreichsten Bahn der Welt für den ICx das deutliche Signal, dass er also doch nicht so schlecht sein kann, wie in die Kritiker immer hinstellen. Die SBB weiß hier sicher ganz genau, was sie da tut und warum.

Gegenüber der ursprünglichen Idee ist es halt schon Billiglösung, und damit meine ich eher die Ausschreibung als solche.
Der ICx ist für die geforderten Kriterien tatsächlich äusserst preiswert. Der Hersteller stellt das her, was der Kunde haben will, und dafür ist der ICx ein hervorrragendes Produkt.

Viel eher regt mich dieses TSI-Klassen-System auf. Das mit den 249 km/h geht doch völlig am Sinn so eines Systems vorbei. Ich hätte es folgendermassen gemacht:

- 1. Stufe bis und mit 180 km/h
- 2. Stufe 181 km/h bis und mit 230 km/h
- 3. Stufe 231 km/h bis und mit 280 km/h
- 4. Stufe 281 km(h bis und mit 330 km/h
- 5. Stufe 331 km/h und höher.

Vor allem das "bis und mit" wäre was viel gescheiteres. Diese Durchmogeln, wenn man nur 1 km/h tiefer liegt, kann doch nicht das Ziel der Sache sein. Ausserdem wäre eine etwas feinere Aufteilung, wie ich sie gemacht habe, schonmal deutlich besser.

Braucht man ja auch garnicht. Dieser Korridor über den GBT ist dcoh schon an sich sehr wichtig und interessant. Und Neigetechnik ist in Europa wie bekannt eh ein Auslaufmodell.

Die Neigetechnik braucht es wirklich nicht. Aber es kommen schon die Wünsche nach Direktverbindungen nach Florenz und Genua wieder hoch. Gerade die katastrophale Anschlusssicherheit in Milano Centrale kann ein Killerkriterium für Zugreisen nach Italien sein. Direktverbindugen wären hier durchaus gefragt, dann müsste man nicht eine Stunde Aufenthalt in Milano Centrale einrechnen. Für Direktverbindungen nach Florenz brauchte es aber mittlerweile eigentlich ein 300 km/h - Fahrzeug für die Schnellfahrstrecke.

Es kommt vor allem drauf an, ob die SBB hier wie bei den Inlandzügen auch alles mit vis-a-vis bestuhlen werden oder wie eher intgernational üblich mit nur ein paar solcher Anordungen und sonst nur Reihenbestuhlung. Ich denke eher zweiteres.

Diese Züge sollen in erster Linie die Verbindungen auf der Nord-Süd-Achse durch die Schweiz übernehmen. Hier wünscht sich der Schweizer Fahrgast ein Fahrzeug, das auf seine Bedürfnisse ausgelegt ist. Wenn man in manche deutschen Fahrzeuge reinschaut, dann muss man ganz klar sagen, dass dort offensichtlich ein regelrechter Reihenbestuhlungswahn ausgebrochen ist, mit gesundem Mittelmass hat das nicht mehr viel zu tun. Mehr als 25% Reihenbestuhlung sollten es auf keinen Fall sein (von mir aus könnte man auch darauf verzichten, aber ich bin mal solidarisch).
Da die Züge nicht mehr wirklich weit in andere Länder hinein eingesetzt werden dürften (Frankfurt und Milano) und vorallem auf der Gotthardstrecke in der Schweiz konzentriert werden, wäre es schon nicht so falsch, die Interressen des Schweizer Fahrgasts genügend zu berücksichtigen.

Jakobsdrehgestelle passen nicht so recht zur SBB ;-).

Die über 100 Flirt der SBB haben auch Jacobsdrehgestelle. Die TGV der SBB haben diese wie ihre Artgenossen der SNCF übrigens ebenfalls.

Und vielleicht bewirbt sich ja auch AnsaldoBreda mit dem V250.

Schlag dir die Idee bitte wieder sofort aus dem Kopf! - Der V250 ist nämlich wirklich hässlicher Müll, im wahrsten Sinne des Wortes!


Grüsse aus der Ostschwiez.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.


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