HSL-Zuid Seifenoper (141): V250 Beschaffung unrechtmäßig?! (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 31.01.2013, 13:30 (vor 4816 Tagen)
bearbeitet von Oscar (NL), Donnerstag, 31.01.2013, 13:30

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Hallo ICE-Fans,


das Theater mit den Hauptdarstellern HSL-Zuid, HighSpeedAlliance, NS Hispeed, AnsaldoBreda, deren V250-Triebwagen und deren Surrogaten erhält wohl ein brandneues Kapitel.
In diesem Artikel wird nämlich behauptet, dass die Beschaffung der V250 unrechtmäßig / gesetzwidrig zustandegekommen sei.

In der Ursprungstext, der zur EU verschickt wurde, sei die Rede von einer Fahrzeit Amsterdam-Brüssel 1:33 und Amsterdam-Paris 3:03. Das waren die ursprünglichen Grundlagen für die Ausschreibung. Wenn man Aufenthalte und Lafas mitnimmt, war das nur mit 300 km/h vmax machbar, also mußte man sich mit 300 km/h Zügen für die Ausschreibung bewerben. Das hatte Veolia getan: das Unternehmen hatte Alstom und Siemens für 300 km/h HGV-Züge kontaktiert = es sollten wohl ICEs und/oder TGVs geliefert werden. Leider für Veolia hatte die HighSpeedAlliance das doppelte für den Betrieb geboten, somit verlor Veolia die Ausschreibung und gewann HSA.

Laut Veolia-Chef sollte HSA die Ausschreibungskriterien nachträglich geändert haben, damit das Unternehmen 250 km/h Triebwagen für je 20 Millionen Euro bestellen konnte (die vorgesehenen Veolia-Züge würden je 30 Millionen kosten). Auch versteht der Chef nicht, warum AnsaldoBreda einen brandneuen Zug bauen durfte, während Siemens und Alstom mehr oder weniger gezwungen waren, etwas von der Stange anzubieten.
Das kann laut Veolia-Chef nur eins bedeuten: hier wurden Regularien gefälscht oder ausgehebelt!

Selbstverständlich "erkennen NS und NMBS sich nicht in diesen Aussagen".
Laut NS waren die hohen Beträge (160 Millionen) pro Jahr keinen Anlaß auf Beschaffungskosten der Triebwagen zu sparen. Wir haben sehr wohl auf Qualität und Service geachtet und AnsaldoBreda war damals das beste Unternehmen!
Laut NMBS sollten 7 Hersteller mitgeboten haben. Weil wir und NS zusammen nur 19 Triebwagen brauchten, sind 6 Hersteller abgehauen und blieb nur AnsaldoBreda übrig.

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Man kann sich die Frage stellen, ob die Zeit von 1:33 überhaupt realistisch war. Thalys braucht heute bei vmax 300 immerhin noch 1:49.
Hier wird auch behauptet, dass die 1:33 ein Rechenfehler der Belgier sei. Auch sollten die Belgier erst später, also nach der Ausschreibung, dafür entschieden haben, die Strecke Antwerpen-Brüssel nicht HGV-konform auszubauen.
Sollten die Fyra-Züge wieder fahren, schaffen die bestenfalls AMS-BRX in 2:01, 298 Minuten langsamer als Soll-Zeit der Ausschreibung.

Da bin ich schon gespannt, was Arriva vom ganzen hält, sollte es wirklich so geschehen sein, wie im Artikel beschrieben ist.


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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