Ikea-Einkäufe gehen auch mit dem öV! (Allgemeines Forum)

Twindexx, St. Gallen (CH), Donnerstag, 24.01.2013, 18:39 (vor 4820 Tagen) @ GibmirZucker

Salut,

Der Unterschied ist eher Stadt-Land als D-CH. Ich, mittelgroße Stadt (100 000 Einwohner) und mit vielfältigen Mobilitätsbedürfnissen, habe ein Auto eigentlich noch nie vermisst.
In der Stadt habe ich in jede Ecke tagsüber 5-10 Minutentakt mit Bus/Straßenbahn, nachts (24h Stundenbetrieb ohne Nachtzuschlag! Wo gibt es das in der Schweiz?) zwei Fahrten pro Stunde auf den wichtigsten Linien, d.h. erreiche jeden Punkt in Stadt und Vorland zu jeder Tageszeit mit der Bahn. Verbindungen aus der Landeshauptstadt habe ich noch weit nach Mitternacht, am Wochenende noch eine Nachtverbindung, ebenfalls ohne Zuschlag (macht de facto in der Nacht einen ungenauen 2h-Takt; also entweder nächsten Zug nehmen oder noch drei Kleine). Eigentlich günstiger als das, was ich alles in der Schweiz erlebt habe. Und diese Nachtreisen sind auch immer ein Argument für ein Auto, da ja der letzte Zug sooo früh fährt...

Und wie heisst denn diese Stadt?
Der Tarifverbund Nordwestschweiz (Basel) hat den Nachtzuschlag abgeschafft. Sonst gilt eigentlich, dass der Nachtverkehr ohne Subventionen auskommen muss (daher der Zuschlag). Ich bin eigentlich für diesen Zuschlag. Da wird einigen ermöglicht, bis spät Party zu machen. Dafür müssen dann Lokführer extra zur Arbeit erscheinen, um jenen Leuten das zu ermöglichen. Dafür dass das Personal das auch tut, hat aber besagtes Publikum eher das Gefühl, man könne zum Nulltarif das arme Personal herumkommandieren. Und da habe ich etwas dagegen. Das ist eine Zusatzdienstleistung zum eigenen Vergnügen und sollte daher von den Benutzern auch selbst berappt werden und nicht von der Allgemeinheit abgegolten werden!

Übrigens gibt es in der Nacht auf Bahnstrecken auch Unterhaltsfenster (damit tagsüber der Verkehr normal rollen kann), das sollte man eben auch noch bedenken bei diesen Nachtangeboten.

Wobei, ich kaufe auch nicht bei diesem Möbelhaus ein.

Meinst du Ikea? Das geht problemlos mit dem öV! Die Jungfreisinnigen aus Zürich haben das mal demonstriert. Stein des Anstosses war, dass der VCS Einsprache gegen Parkplätze erhoben hatte. Wenn man also nicht mit dem Auto kommen kann, dann eben mit dem öV. Und der Heimlieferservice à la VCS ist dann also ein Transport der Ikea-Einkäufe mit dem öV. Eigentlich wollte man die Unmöglichkeit dessen beweisen, nur blöd, dass das Vorhaben trotzdem geklappt hat, aber seht selbst:

-> http://www.youtube.com/watch?v=h9wPxPuPV1w


Salutations de Lausanne.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.


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