Schweizer Probleme! (Allgemeines Forum)

GibmirZucker, Dienstag, 22.01.2013, 23:41 (vor 4822 Tagen) @ Maggus

Auch im Personenverkehr ist die Bahn in Graubünden für mich nur 2. Wahl. Vom Transit nach Italien oder in die italienische Schweiz ganz zu schweigen.

Zentralschweiz/Zürich/Basel-Tessin ist ein Problem, wird mit dem GBT bereinigt. Bei dir kommt hinzu, dass zur eher langsamen Verbindung innerhalb der Schweiz noch die langsame Zufahrt in die Schweiz überhaupt hinzukommt. Zur Hälfte ein deutsches Problem, die schweizer Hälfte wird ja in den nächsten Jahren enorm verbessert. Richtung Tessin ist die Bahn eher langsam, aber auch nicht katastrophal langsam, wenn die Stauzeiten an Spitzentagen auf der Autobahn berücksichtigst. Wie gesagt, Besserung ist da in Sicht, selbst der Verkehr innerhalb des Tessins wird ja mit dem Ceneri-Tunnel massiv verbessert werden und die Bahn wird da konkurrenzfähig.

Schlimmer ist natürlich Graubünden. Da ist nichts geplant. Abgesehen vom Vereinatunnel (der vor allem aber auch dem Autoverlad, also der Straße nützt) fährt die Bahn in Graubünden auf der Infrastruktur von 1914. Egal ob Chur-Arosa, Landquart-Davos oder Chur-St.Moritz, da hat sich in den letzten Jahren wirklich so gut wie nichts getan. Und es ist auch nichts geplant. Die Straßen werden dagegen laufend ausgebaut, eigentlich pausenlos, immer wird irgendwo links und rechts gerade ein Meter dazu geklebt, eine kurvenreiche Strecke durch Brücke oder Tunnel ersetzt. Da ist der Bahn der Zug eben längstens davon gefahren. Abgesehen davon, dass wichtige Tourismusorte wie die Lenzerheide nicht von der Bahn bedient werden oder es im Transit Graubünden-Tessin überhaupt keine Bahnstrecke gibt, während eine Autobahn inkl. langem Tunnel erstellt wurde. Graubünden ist das absolute Negativbeispiel für eine Verkehrspolitik. Fast schon griechische Verhältnisse. Die Politik hat da wohl die Prioritäten ganz anders gesetzt.


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