Schweizer Probleme! (Allgemeines Forum)

Maggus, Ravensburg (Württ), Mittwoch, 23.01.2013, 22:30 (vor 4820 Tagen) @ Twindexx
bearbeitet von Maggus, Mittwoch, 23.01.2013, 22:35

Salut,

Auch im Personenverkehr ist die Bahn in Graubünden für mich nur 2. Wahl. Vom Transit nach Italien oder in die italienische Schweiz ganz zu schweigen.
Von mir Zuhause bin ich mit dem Auto in 3 Stunden in Chiasso an der Grenze oder nach langer Fahrt auf dem Autobahnzubringer in Lugano...
Momentan sind es gut 5 Stunden mit dem Zug.


Das ist wohl die berüchtigte deutsche Autoverliebtheit?! Wenn Reisequalität für dich keinerlei Bedeutung hat, kannst du dich gerne über drei Stunden hinters Steuer zwängen. Ich schaue dir dann vom Bordrestaurant des Zuges genüsslich während eines kleinen Biers dabei zu.

Nein, rationale Wahl des Verkehrsmittels auf Basis der Kriterien: Zeit, Kosten, Komfort.
Zeit: 1:0 fürs Auto.
Kosten: bei vergleichbarer Flexibilität (kein 1/2-Tax), bei mehreren Passagieren: extreme Preisdegression vs. lineare Preisentwicklung bei der Bahn 2:0.
Reisequalität: Kommt auf das Auto und auf die Straßen drauf an. Ich hab jetzt nicht das schlechteste Auto - Tempomat ist viel wert :-) - Der San Bernardino ist top ausgebaut. Die Fahrspuren sind so breit, man kann auf den Serpentinen sogar Busse auf der eigenen Spur überholen!
Und ich wüsste nicht, was an 3 mal Umsteigen Qualität sein sollte... Für Wenigfahrer die sich kurzfristig für einen Ausflug entscheiden, gibt die SBB einfach nix her.

Was aber mangels Bahn-Sparangeboten aus meiner Ecke eher mit dem Auto oder dem Fernbus erledigt wird.


Du bist mir ja ein schöner «Bahnfreund», vielleicht solltest Du eher in ein Autoforum zügeln?!? Die Bahn wäre übrigens auch beim Normalpreis günstiger als die Gesamtkosten des Autos.

DB-Normalpreis nach Zürich hin und zurück: 70€. Das ist ambitioniert für 200 km einfacher Weg! ;-) Selbst mit Euregioticket und ZVV (29.50€ + 21.80 Fr. = 47€) ist die Fahrzeit nahezu konkurrenzfähig, aber der Preis geht gar nicht.
Der Preis zählt, ganz einfach, und wenn hinzukommt, dass Alternativen einfach billiger sind, warum muss man ums Verrecken den Zug nehmen??
Warum sollte man nicht pragmatisch sein Verkehrsmittel auswählen?

Der Sprit kostet in der Schweiz kaufkraftbereinigt 1,00€ (in Wirklichkeit 1,30€ = 1,62 Fr.), das ist bei gleichzeitig relativ hohen Bahnticketpreisen schon ein Vorteil pro Auto. In der Schweiz sind eigentlich alle Verkehrswege gut ausgebaut. Die Straßen sind hervorragend, die Eisenbahnlinien sowieso. ;-)
Die Schweiz leistet sich den Luxus, mit Schiene und Straße zwei top ausgebaute Verkehrswege vorzuhalten und die Vignette find ich (auch angesichts der Lebenshaltungskosten in der Schweiz) sehr günstig: 30€ (die Schweiz ist so goß wie Baden-Württemberg).

Was ich der SBB zugute halte: dass sie (endlich) auf den Ulm-Basel Sprinter einen Anschluss in Schaffhausen (nach Zürich) eingerichtet hat, was meine Fahrt nach Zürich und darüberhinaus verkürzen würde. [...]
Den Sprinter gibt es mindestens seit der Jahrtausendwende, bis 2004 startete er in Lindau. Die SBB hat sich also viel Zeit gelassen.


Ersetze SBB durch BAV, dann stimmt's! Die Änderung der Taktlage in Schaffhausen hat einen Streckenausbau bedingt, dieser musste vom Bund erst erstellt werden. Dies in Abhängigkeit mit dem Gäubahn-Ausbau der DB, der ja eigentlich auch schon fertig sein sollte.


Salutations de Lausanne.

Immerhin, in der Schweiz klappts. Nach Kloten bringts leider nur 10 Minuten. Nach Zürich selber bin ich jetzt erstmals in unter 2 Stunden, das geht mit dem Auto auch nicht schneller.

Grüße übern See.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum