Es kommt auch auf die GEFÜHLTE Geschwindigkeit an (Allgemeines Forum)

GUM, Mittwoch, 18.04.2012, 10:55 (vor 5151 Tagen) @ ICE-Sv.

Darf ich vielleicht auch einmal die GEFÜHLTE Geschwindigkeit ins Spiel bringen.

Tatsächlich kommt vielen Autofahrern die "Reise"zeit im Auto viel kürzer vor, als sie tatsächlich ist. Denn der Autofahrer kann/muss aufpassen, hat einen eigenen Einnfluß auf das Beförderungs"erlebnis". So fühlt er die Stunden, die vergehen gar nicht.

Zudem kann er mit den durchschnittlich 25.890 Euro (lt. Professor Dudenhöffer), die ein Auto kostet seinen sozialen Status innerhalb des 7-Klassen-Systems des Automobils and die Umwelt (und ganz wichtig: Die Nachbarn) kommunizieren.

Dem kann die Bahn das physische Erleben der Geschwindigkeit entgegensetzen. Dazu würde gehören:

+ Tempo 300 auch in den Waggons ordentlich anzeigen und an einigen Plätzen zusätzlich zum Lounge Angebot auch das Bild einer nach vorne gerichteten Kamera anzeigen. Vielleicht sogar mit Einblendung der Geschwindigkeit und Durchschnittsgeschwindigkeit.
+ Gerade auf kreuzungsfrei ausgebauten Teilen der Fahrbahn (siehe Zufahrt NBS Mü-Nü) bis kurz vorm Bahnhof die mögliche Maximalgeschwindigkeit ausfahren, um sowohl bei Ausfahrt das Beschleunigungserlebnis und bei Einfahrt das Bremserlebnis zu kommunizieren. Da wird Geschwindigkeit durch Beschleunigung fühlbar.

Somit gibt es einen Recency und einen Primacy-Effekt: Am Anfang der Reise und kurz vor Zielankunft steht eine fühlbare Geschwindigkeitsänderung an, die Schnelligkeit symbolisiert.

Dies widerspricht zwar den Zielen der energiesparenden Fahrweise, wird aber die Kunden begeistern. Und dann geht München-Nürnberg wieder in 1 Stunde, München-Berlin in.....


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