Ehemaliges Qualitätsmedium Wirtschaftswoche (Allgemeines Forum)

GUM, Montag, 16.04.2012, 09:55 (vor 5152 Tagen) @ ICE-T-Fan

-> http://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/verkehr-deutsche-bahn-verordnet-ice-tempol...

„Ein Zug, der in Deutschland 250 fährt, ist schnell genug“, sagt Rüdiger Grube. Es gebe ohnehin nur zwei Strecken von insgesamt 60 Kilometern, auf denen Züge auf 300 Kilometer pro Stunde beschleunigen könnten: zwischen Köln und Frankfurt sowie Nürnberg und Ingolstadt. Die neue Vorgabe habe „enorme Diskussionen“ ausgelöst, so Grube, „insbesondere mit Vertretern der Fernverkehrssparte“. Doch der Bau entsprechender Trassen ist teuer. Zudem sind langsamere Züge billiger bei Anschaffung und Unterhalt.


Ich finde das richtig und konsequent, insbesondere im Ökoland Deutschland, wo wir in Zukunft ja auch mit Ressourcen und Energie besser haushalten wollen. Allerdings sollten die 250 km/h dann schon flächendeckend kommen. Zumindest sollte es aber mehr ABS230 geben, damit die Reisezeit auch mit vmax 250 immer noch so gering wie möglich ist.

Erst einmal danke für den Beitrag. Da weiss ich gar nicht, um wen ich mir mehr Sorgen machen muss, um Herrn Grube und seinen Geisteszustand oder das ehemalige Qualitätsmedium Wirtschaftswoche.

Im Grunde ist Herr Grube ja angestellter Manager des Bundes - solange wie die Bahn-Privatisierung noch nicht in der Form abgeschlossen ist, dass es Aktien gibt. Der Staat hat ihm eine unglaublich leistungsfähige Infrastruktur hingestellt, die Tempo 230/250/300 auf vielen Abschnitten ermöglicht.

Was er daraus macht, ist unglaublich: Er negiert alle Milliardeninvestitionen in bisherige Netze und Fahrzeuge und verwandelt die Bahn in eine Minus-Bahn.

Also noch langsamer, unkomfortabler und "energiesparender". Wenn er an seine bisherigen Arbeitgeber Daimler, MBB denkt dann hatten alle diese Arbeitgeber: Verkehrsmittel, die um einzigfaches mehr die Umwelt belasten, als ein ICE330!

Im Endeffekt ist er geistig noch nicht bei der Bahn angekommen, leider. Mit wesentlichen beruflichen Stationen bei DaimlerChrysler steht er ja nicht gerade für Energieeffizienz. Im Grunde unterliegt er heute noch der Faszination Auto, dieses darf 300-400-500 PS für einen einzigen Passagier haben. Die Modellpalette bei AMG und die Hoch-PS-Strategie während seiner Amtszeit spricht ja Bände.

Würde endlich mal Zeit werden, dass ein echter Eisenbahner bei der Bahn die Führung übernimmt.

Mit einem Sprinter-Netz und ICE330 können jede Menge Fluggäste und Autofahrer für die Bahn geworben werden. Da braucht man sich über die CO2-Emissionen gar keine Gedanken mehr zu machen, denn die Zubringerflüge bringen dann nur noch Interkont- und keine Lokalpassagiere nach Frankfurt und sparen jede Menge CO2.

Er sollte also endlich einmal bei der Bahn ankommen.


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