Die KRM ist eigentlich zukunftsweisend für deutschen HGV (Allgemeines Forum)

ICE-T-Fan, Donnerstag, 05.04.2012, 21:48 (vor 5163 Tagen) @ Mario

Wobei gerade Limburg (Süd) und Montabaur beweisen, wie stark solche Zusatzhalte florieren können. Das Pendleraufkommen in der Bahn dürfte sich aus diesen Städten seit der Inbetriebnahme der NBS durchaus verdoppelt oder verdreifacht haben.

Das Problem ist das stupide Schwarz-Weiß-Denken. Es gibt, selbst hier in diesem Fachforum für deutschen HGV, doch immer nur zwei Sichtweisen:

Die ICE halten immer überall und spielen den Ersatz-IR oder die ICE halten nirgends und spielen Sprinter.

Wer #1 vertritt, tritt den HGV-Fans und Managern auf den Schlips, wer #2 vertritt, tritt den Berufspendlern und den Bewohner kleinerer deutscher Städte auf den Schlips.

Beide Seiten sind absoluter Unfug. Ein ICE ist weder ein Flugzeugersatz noch ein Interregio-Ersatz, er ist ein eigenständiges Produkt mit eigenen Merkmalen. Ich muss mich hier sogar insoweit korrigieren, dass er nicht mal mehr ein eigenständiges Produkt ist, sondern sowohl die Rolle des beschleunigten Intercity-Nachfolgers antritt, mit einem ITF-ähnlichen Verkehr und recht vielen Zwischenhalten als auch als eigenständige Marke so irgendwie zwischen "nirgends halten" und Intercity steht.

Für was steht also der ICE? Eigentlich nur noch für Fernverkehr mit HGV-Anteil, nicht mehr und auch nicht weniger.

Aus dem Grund ist es völlig legitim, dass ein ICE auch in Montabaur und Limburg hält und die dortige Bevölkerung schnell und bequem zur den benachbarten Metropolen bringt, es ist aber auch völlig legitim das ein ICE zwischen Berlin und Frankfurt nirgends hält und die Manager und anderen wichtigen Leute nonstop quer durch die Republik transportiert.

Die NBS KRM ist eigentlich das perfekte Beispiel, wie eine deutsche SFS grundsätzlich auszusehen hat!


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