Diebstähle "einkalkuliert" (Allgemeines Forum)

Holger_HAM, Hamm (Westfalen), Mittwoch, 26.01.2011, 17:11 (vor 5639 Tagen) @ SST

Hallo,

P.S. Die Logik in einem anderen Beitrag, dass (Teelöffel-) Diebstähle ja eh einkalkuliert sind, möchte ich mir nicht zu eigen machen. Dann könnte man auch sagen, Schlecker kalkuliert den Diebstahl von Haarwaschmittel ein, also stecke ich mir einen Teil des Einkaufes doch einfach in die Manteltasche.

das könnte sich auf einen meiner Beiträge hier beziehen (ist ganz schön unübersichtlich geworden...), deshalb sage ich noch was dazu. "Einkalkuliert" hieß für mich, dass man nicht erwarten kann, wenn man mit 300 Löffeln ins Jahr startet, dass da im Dezember noch 300 vorhanden sind. Als Zivi habe ich in der Hauswirtschaft gearbeitet und man konnte getrost davon ausgehen, dass Tassen irgendwo landen, nicht zurückgebracht werden, zu Bruch gehen und auch geklaut werden. Solche Verluste muss man einkalkulieren und dann irgendwann etwas nachbestellen. Ich glaube auch, dass viele Radiergummis und Bleistifte, die im Sommer in Großbetrieben angefordert werden, nicht auf dem Schreibtisch des Arbeitnehmers landen sondern in den Schultaschen.

In meiner "Branche" ist das übrigens genau umgekehrt. Ich muss alles privat kaufen und zur Arbeit bringen. Mein Arbeitgeber stellt mir nun einmal überhaupt kein Arbeitsmaterial.

Auch ist es in vielen Betrieben so, dass nicht nur Kunden Inventar mitgehen lassen, sondern auch Mitarbeiter. Wenn man in Dortmund alles an Material, was bei Hoesch oder der Ruhrkohle geklaut wurde, über Nacht wegzaubern würde, so würde wohl die Stadt in Schutt und Asche zerfallen. Und das war auch der Unternehmensführung bekannt damals...! Aber die Zeiten haben sich geändert (s. Brötchenaufstrichprozesse).

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Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
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