Servicefreundlichkeit hat Grenzen (Allgemeines Forum)

bahn-user, Dienstag, 25.01.2011, 10:25 (vor 5641 Tagen) @ Henrik

Die Bahn ist ein Dienstleistungsunternehmen und die Fahrgäste ihre Kunden und sie hat denen zu dienen und nicht umgekehrt. Die Fahrgäste haben nicht mehr "lästige Beförderungsfälle" zu sein. Die Zeiten der Bundesbehördenbahn sind doch wohl hoffentlich vorbei.

Service-Freundlichkeit darf nicht so weit gehen, dass dreiste Kunden keine Regeln einhalten brauchen, sonst reagieren "brave" Kunden mit Unverständnis.

Siehe eben Zugbindung-Ignoranz oder auch Kunden mit 2. Klasse Fahrkarte, die frech ohne Zub-Absprache in die 1. Klasse gehen ("bahn.comfort war voll, ich darf deshalb jetzt hier sitzen", "Ich bin schwanger und brauche mehr Platz", etc.)

Probier das mal analog bei der Lufthansa: Bei einem Billigstticket für Samstag abend fordern, dass man pronto in die Freitag abend rush hour umgebucht wird. Oder im Flieger dann einfach mal ungefragt in die 1. Klasse setzen.

Bei der Bahn kommt man damit bei "weichen" Zubs durchaus schon mal durch ("weiche" Zubs = die Konflikten aus dem Weg gehen wollen). Bei der Lufthansa weniger. Und andere Fahrgäste sehen das und lernen mit.


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