Bahn und Schule III: "Tischkrickeleien" (Allgemeines Forum)

fjk, Mittwoch, 26.01.2011, 10:18 (vor 5638 Tagen) @ Jogi

Moin,

nur schnell was der Edding vor der großen Pause noch hergibt:

Hallo,

Nein. Mit einem 2.-Klasse-Fahrschein hat man nichts in der 1. Klasse zu suchen (Durchgehen mal ausgenommen).

Auch das Durchgehen ist nicht erlaubt, glaube ich - wäre also bereits Kulanz.

klar, warum Graf Wrmz auf der Rollbahn "immer" zwischen den Ersteklassewagen einsortiert ist: um die nichtswürdige Kundschaft fernzuhalten.
Glaube ich also nicht so ganz. Kann da jemand was zu sagen?

In den BB wird sinngemäß nur gesagt, ein 2. Klasse-Ticket berechtigt nicht zur Fahrt in der 1. Klasse. Desweiteren habe jeder Reisende sich so zu verhalten, dass andere Reisende nicht über Gebühr gestört oder belästigt werden.

Explizit wird es demnach nicht ausgeschlossen; andererseits ist das hier weiter ausgeführte Beispiel dadurch gedeckt.

Das hört sich vernünftig an. Ist allerdings nicht mit der allseits herschenden Regelungswut, die uns unter anderem das 59-Minuten-Phänomen eingebracht hat, zu vereinbaren.

Ich bin ehe der Meinung, Lehrer und Bahn leiden unter einem gleichen Problem: da wohl jeder mal in der Schule war/ist und jeder mindestens einmal Bahn gefahren ist (wenn auch vielleicht nur von Strümpfelbach nach Kleinkuhfleckingen), meint jeder, er wisse, wie der Hase laufen müsse. Anders kann ich mir das schlechte "Image" nicht erklären.

Da ist wohl was dran. Und noch schlimmer: wer wirklich nur einmal mit der Bahn gefahren ist, der meist auf Klassenfahrt oder einen schrecklichen Wandertag. Letzterer wahrscheinlich in Strümpfelbach und ohne Eis-Kiosk:-( Also stammt der Unmut über Bahn und Schule aus dem gleichen Topf...

Ja, auch ich habe mich schon über unmögliche Behandlung seitens des Zubs geärgert.

Prägt ja schließlich das "Image", also stimmt es zum Teil.

Außer der Vorbereitung der Abrechnung für den Endbahnhof kommt gelegentlich zum Beispiel auch die Lektüre großformatiger Boulevardzeitungen im Dienstabteil vor,

Sauerei, Lehrer lesen in Freistunden auch Zeitung (aber die hat dann ein paar mehr Buchstaben)...

Schlimmer: gern auch während der selbstverordneten Stillarbeit. [Dazu der einen ungemeinen Arbeitsethos vortäuschende Kommentar des "aufsichtführenden" Herrn S. bei unserer dritten Abiturklausur: "Ich soll hier sitzen".] Das wäre wohl eher vergleichbar. Von Pause redet keiner.

während der halbe Zug um seinen Anschluss zittert (weil er unplanmäßig an Bord ist) und auch schon mehrfach um Klärung gebeten hat.

Wenn er die Anschlüsse vorgemeldet hat, bringt es ja eigentlich nichts, nochmal durchzugehen: wo keine weiteren Infos, bringt es im Endeffekt wenig, nochmal durchzugehen. Negativ ist "nur" die fehlende Präsenz - was auch wieder zum "Image" beiträgt.

Um die Präsenz geht es. Wenn es nur einen Schritt "rüber" ist, könnte man wenigstens Bescheid sagen. Aber es ist auch nicht förderlich für das Image (und die Laune der das beobachtenden Fahrgäste), nicht mal auf das piepende Handy neben einem zu gucken, weil die Ausserirdischen im Großdruckblatt interessanter sind. Noch weniger, die nachgefragten (und vorher versprochenen) Anschlüsse in der reichlich späten Durchsage nicht einmal zu erwähnen. Aber das ist wie gesagt persönlicher Frust - Herr E. hat auch immer den Hund auf meinem (nur auf meinem!) Aufsatzheft übernachten lassen.

Im Ernst: da gehört ein Schreiben an DB Fernverzehr aufgesetzt, dass diesen Premium-Service der Zub ausdrücklich lobt.

Hmm. Eigentlich bastele ich noch am Schreiben an DB Planverquer, der uns die Mitfahrt in diesem fast vollständigen Zug mit Hilfe des grandiosen neuen "RSX" und dem neuen Bequemumstieg in Siegen eingebrockt hat. Wenn das so weitergeht, komme ich aber erst zum Halbjahreszeugnis dazu. Huch - das ist ja schon übermorgen!

DANG-DING-DONG
fjk


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