Rechenbeispiel (Allgemeines Forum)

Alphorn (CH), Montag, 24.01.2011, 03:42 (vor 5568 Tagen) @ Henrik

Wenn ein Unfall bereits erfolgt ist wie hier geschehen und es besteht die Möglichlichkeit, dass dieses ein weiteres Mal geschieht, ist selbstverständlich absolut sofort zu handeln.

Andere Bedingungen. Der Wellenbruch passierte bei Prüfintervall 300.000km, einmal in 10 Jahren. Es ist gut möglich (ich kann es nicht wissen), dass das von mir diskutierte Prüfintervall 45.000 eine nahezu hundertprozentige Sicherheit für die nächsten 3 Jahre gäbe, aber wieder einen wesentlich stabileren Betrieb ermöglichen würde.

Das heißt, nach Deiner neuen Philosophie dürfte es in den nächsten knapp 300 Jahren absolut überhaupt keinen Achsbruch mehr geben.

Nein, wieso? Andere Bedingungen. Der Achsbruch ist bei US-Intervall 300'000 km passiert, ich schlage nichts dergleichen vor, sondern diejenige Zahl zwischen 30'000 und 300'000, welche einen Unfall pro 300 Jahre produziert. Könnte z.B. 45'000 sein.

Bei Autofahrern gibt es auf der gleichen Distanz 75 Tote.

und das rechnest Du jetzt nicht vor?

Ach, das ist einfach die 25 Mrd km multipliziert mit 3 Toten pro Mrd Personenkilometern, welche man hier auf Seite 10 findet.

Gibt es diese nur im Wohngebiet, wo parallel eh keine ICE fahren?
Sind diese 75 Tote allesamt Autoinsassen?
Sind diese 75 Toten alle entlang deiner ICE-Linien verstorben?
Sind die alle in einem einzigen Unfall ums Leben gekommen?

Jeder Autofahrer fährt ja auch durch Wohngebiete. Ja, Autoinsassen. Die Zahl der Unfallereignisse sollte egal sein, ein Toter ist ein Toter.

Was heißt "in Kauf nehmen"? Es gibt sie nunmal, im MIV wie im spurgeführten Verkehr.
Du bist hier nicht aufgetreten als ein "Lebens retter", sondern als ein "mehr Tote im Bahnverkehr in Kauf nehmen". Und das wird kritisiert - und zwar zu Recht!

Ja, ich nehme zusätzliche Tote im Bahnverkehr in Kauf - wenn und nur wenn damit mehr Leben von Autofahreren gerettet werden können als in der Bahn sterben. Jeder vermeidbare Tote ist einer zuviel.

Leben rettet man nicht indem man Sicherheitsrisiken runterschraubt, sondern indem man sie hochschraubt, sie minimiert, ausräumt.

Du wirst es aber nicht von heute auf morgen schaffen, das Auto 75 mal sicherer zu machen. Die Bahn ist sofort verfügbar und erst noch ökologischer.

Solange der Autoverkehr 75 mal unsicherer ist, rettet man am meisten Leben, indem man so viele Leute wie möglich in die Bahn zu kriegen. Und das klappt momentan nicht zuletzt aufgrund sehr schlechter Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit nicht.


Ich weiß nicht, wo Du die 75 her hast, auch egal.

Gleiches Dokument wie oben: 3.02 Tote pro Mrd pkm beim Auto, 0.04 bei der Bahn, Faktor 75.5.

Denn die meisten Verkehrstoten wollen gar nicht Bahn fahren, hätten es noch nicht mal zur Auswahl, nicht einmal theoretisch. Sie würden also sowieso sterben, dort wo sie gestorben sind. Da kannst Du noch so viel bei der Bahn ändern. Hast ja selbst angegeben, wie unwahrscheinlich das überhaupt sei.

Klar, es wird immer Autofahrer geben, die nicht anders können und wollen. Trotzdem kann man viele zum wechseln bringen. Dass das geht, zeigt die zuverlässige Bahn in der Schweiz. Dort hat macht die Bahn schon 20% so viele km wie das Auto über 50%, in DE sind es 7%.

Und die Bereiche Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind noch die geringsten, um potenzielle Fahrgäste in die Bahn zu locken.
Das sind am meisten die Fahrzeit und der Preis.

Der Preis hängt natürlich auch an den Sicherheitsanforderungen. Die teuren ICE bei der US-Untersuchung sind alle unproduktiv, und die US-Untersuchung selber kostet Geld.


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