Das ist keine Frage von Zahlen (Allgemeines Forum)

ICE-T-Fan, Montag, 24.01.2011, 03:17 (vor 5561 Tagen) @ Alphorn (CH)
bearbeitet von ICE-T-Fan, Montag, 24.01.2011, 03:18

Was du forderst, ist mit anderen Worten formuliert die Höherstellung der Wirtschaftlichkeit vor die Sicherheit und das ist verantwortungslos.


Überhaupt nicht. Ich fordere stattdessen die Höherstellung der Sicherheit aller Menschen vor die Sicherheit der Bahnreisenden. Von Geld einsparen hab ich nirgends geredet.

Das was du hier in deinen Beiträgen formuliert hast, kommt bei mir so an, als würdest du die Sicherheit der Bahn reduzieren, um mehr Fahrgäste aus den Autos zu bekommen. Klar kann dadurch statistisch die Gesamtzahl der Verkehrstoten pro Jahr reduziert werden, wenn das Auto erheblich unsicherer als die Bahn ist. Aber dein Vorgehen ist verantwortungslos.

Es wäre besser die TÜV-Intervalle der Autos auf jährlich oder halbjährlich zu erhöhen, wie es bei Omnibussen der Fall ist. Zudem sollten alle Autofahrer alle fünf Jahre ihren Führerschein erneuern müssen, wie es bei LKW- und Busfahrern teilweise der Fall ist. Damit hast du einen weit größeren Effekt als die Leute in die Bahn zu locken, unter der Maßgabe, dass die besseren Fahrpläne durch niedrigere Sicherheit mehr als teuer erkauft sind.

Das das Auto unsicherer ist, ist kein relevantes Kriterium für die Sicherheit der Bahn.


Warum nicht? Ist das Leben eines Bahnfahrers mehr wert als das eines Autofahrers? Wenn man durch zuverlässigen Bahnbetrieb viele Autofahrer zum Bahnfahren bringen kann, rettet man dadurch viele Leben - mehr als bei einem Bahnunfall ums Leben kämen. Zuverlässiger Bahnbetrieb ist aber mit den aktuellen Ultraschall-Intervallen offensichtlich nicht möglich.

Man wird aber nicht dadurch zuverlässiger, indem man bekannte Risiken ignoriert und Unfälle billigend in auf nimmt, nur weil sie statistisch weiterhin wesentlich geringer auftreten als im Straßenverkehr.

Die Ingenieure und Gutachter beim EBA haben nicht aus Jux die Intervalle so gesetzt wie sie sind, sondern weil sie höhere nicht verantworten können und wollen, weil ein objektives Risiko eines Materialfehlers und in der Folge eines Bruches besteht.

Wenn man die Intervalle von 30.000 auf vielleicht 40.000 km heraus setzt, wäre der Fahrzeuggewinn bei der DB eh so minimal, dass er im normalen Betrieb nicht auffallen würde. Man müsste schon in die Region von 60.000 oder 100.000 km kommen und das ist beim aktuellen Material illusorisch.


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