Zwei Züge an einem Bahnsteig? (Allgemeines Forum)

Mario, Dienstag, 26.10.2010, 12:25 (vor 5671 Tagen) @ hfrik

Aktuell haben sowohl Kefer als auch Mappus signalisiert, dass bei solchen Erweiterungen noch was geht, wenn sie nicht für die Mehrkosten geprügelt werden.
Sollten die Gegner also die Fundamentaloposition aufgeben, könnte der Protest für das Stuttgarter Netz sogar noch einen positiven Effekt haben.

Das wäre in der Tat eine Basis, auf der man sich näher kommen könnte. Wenn die Gegner von S21 für eine - eigentlich nicht nötige - weitere Entflechtung der Fahrstraßen im Gegenzug eine leichte Kostensteigerung akzeptieren, dann haben eigentlich beiden Seiten, was sie wollen. Die Contras haben kein Problem mehr mit Fahrstraßenkreuzungen und die Pros können S21 weiterbauen und das sogar noch etwas besser.

Eine mögliche und relativ kostensparende Lösung kann man hier finden: http://www.foehl.net/stuttgart21/gleisplan.html (Die beiden letzten Bilder). Der Ersteller schlägt vor, einfach auf einer Seite eine kurze Zusatzstrecke mit zwei Gabeln an den Enden zu bauen (aus Bad Cannstatt zum Bahnhof). So ließen sich auf einfach Weise Fahrstraßenkreuzungen verhindern, ohne dass man wie von Vieregg-Rössler vorgeschlagen nochmal den kompletten Gleisplan total auf den Kopf stellen und vollständig umplanen muss. Ein kleiner Nachteil dieser günstigen Lösung ist, dass die kurze Strecke in beide Fahrrichtungen genutzt würde, also z.B. keine gleichzeitigen Einfahrten aus Nord und Ausfahrten nach Nord möglich wären. Auch würde es nicht vollständig alle Gleise abdecken. Aber durch ein passendes Betriebsschema, wäre das ohnehin kaum relevant. Ich kann mir also solch eine Lösung durchaus vorstellen, um sich anzunähern.

Soweit der Traum! Denn die Gegner werden niemals ihre Fundamentalposition gegen den Tiefbahnhof und gegen die Kosten aufgeben. Da wird es keine Einigung geben. Ich sage das nicht als Pessimist sondern als Realist.


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