BRD-Behörden geben Strohmannargument (Allgemeines Forum)

Mike65, Dienstag, 24.03.2026, 22:16 (vor 5 Tagen) @ Stoppable3792

Niemand bestreitet, dass das D-Ticket nicht bis zum Bahnhof Cheb (Tschechien) gilt. Aber die Strecke von Schirnding bis zur Staatsgrenze (Cheb Gr) liegt auf deutschem Boden. Wenn in den Tarifbedingungen steht, dass das Ticket bei der DB Regio auf „allen Strecken“ gilt, dann endet diese Gültigkeit an der Grenze – und nicht willkürlich am letzten Bahnhof davor.

Entweder man zahlt ab Schirnding doppelt (NRT-Tarif trotz gültigem D-Ticket bis zur Grenze) oder man riskiert die 60 Euro.

Mir scheint es so, ob die Gültigkeit des D-Tickets auf dem Stück zwischen Schirnding und Grenze hier nicht in Frage gestellt wurde. Vielmehr wurde hier vom ZuB moniert, dass der oder die TE nicht vor Fahrtantritt im Besitz eines für die Gesamtstrecke (also zumindest bis zum nächsten Halt in Cheb) gültigen Tickets gewesen ist. Das Ticket für die Strecke Cheb (Gr)-Cheb hätte hier als vor der Abfahrt in Schirnding gelöst sein müssen. Das ist technisch wohl nicht möglich, ob hier die eigentlich für defekte Automaten vorgesehenen Ausnahme greift, im Zug nachzulösen läßt sich wohl nur juristisch klären. Fraglich natürlich auch, ob der deutsche Schaffner hier berechtigt war, quasi Amtshilfe für seinen tschechischen Kollegen zu leisten, bzw. ob die Regelung "Zugstieg nur mit gültigem Ticket" auch für die grenzüberschreitende Fahrt mit offizieller Nachlösemöglichkeit in CZ gilt.
Ich habe jetzt nicht den kompletten Thread im Gedächtnis, wurde denn beim Halt in Schirnding oder kurz danach aktiv nach dem ZuB gesucht, um den fehlenden Abschnitt nachzulösen? Andernfalls stünde natürlich der Vorwurf im Raum, dass der Fahrgast darauf spekuliert hat, der Kontrolle zu entgehen und umsonst bach Cheb zu kommen.


Doppelzahlungen kommen leider auf den grenzüberschreitenden Strecken regelmäßig vor, und ärgerlicherweise ist dann auch noch der teure internationale Tarif zu zahlen. Im Sinne der europäischen Einigung sollte das eigentlich ein Anachronismus sein. Ein Beispiel ist das hier schon erwähnte Stück Kehl-Straßburg. Ebenso die nur 25%ige Ermäßigung auf den deutschen Anteil bei Europa-Sparpreisen, selbst wenn bereits eine BC100 vorhanden ist. Vorbildlich gelöst hat das ausgerechnet das einzige an D angrenzende Nicht-EU-Land. Schaffhausen und Basel sind mit dem D-Ticket erreichbar, Kreuzlingen zwar nicht, aber hier bieten die SBB ein Ticket zum fairen Preis von 1CHF/1.20€ ab Konstanz.


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