Heute ICE, damals noch InterCity (Sammelantwort). (Allgemeines Forum)

ffz, Donnerstag, 08.04.2021, 17:55 (vor 72 Tagen) @ Oscar (NL)

Hallo,

zunächst mal war der IC zu Bundesbahnzeiten, wie der Städteexpress in der DDR das Premiumprodukt im Fernverkehr in Deutschland, wo wie es in Europa der TEE war. Ab 1969 auf allen IC Linien im Stundentakt, aber bis 1979 nur rein mit 1. Klasse. Ab 1979 hieß es dann "jede Stunde, jede Klasse", die 2. Klasse mit zunächst Bm Schnellzugwagen aus den D-Zügen hielt im IC Einzug und der IC wurde für große Bevölkerungsgruppen nutzbar. 1979 begannen in Deutschland auch die Planungen für die ersten 3 Schnellfahrstrecken "Mannheim - Stuttgart", "Hannover-Würzburg" und mit Verhandlungen mit der DDR "Wolfsburg - West-Berlin". Damals hat noch keiner so recht an einen Mauerfall geglaubt, es ging einfach darum die Transitzüge zu beschleunigen und zu IC's auf zu werten. Die beiden ersten Schnellfahrstrecken waren ab 1988 Abschnittsweise befahrbar und wurden zunächst von den IC's benutzt. Ab 1990 wurden dann die ersten IC im Probebetrieb mit ICE 1 gefahren, bevor 1991 das ICE Zeitalter begann. Nach der Wiedervereinigung 1990 wurde die SFS "Hannover-Berlin" mit Hochdruck gebaut und um eine Zweigverbindung die bis heute noch ausgebaut wird über Braunschweig und Hildesheim an die SFS "Hannover-Würzburg" angebunden, was so nie geplant war.

Nach der Deutschen Wiedervereinigung hatte die Bundesbahn und die Reichsbahn das große Problem, dass die bis auf die SFS "Hannover-Berlin" alle anderen SFS eigentlich in der falschen Richtung verliefen, weil der bis 1961 sehr starke Ost-West-Verkehr wieder sehr schnell stark nachgefragt wurde, aber beide SFS nicht dazu passten, sondern beide SFS den in der Bundesrepublik wichtig gewordenen Nord-Süd-Verkehr abgedeckt haben.

Hätte man die Wiedervereinigung absehen können, hätte man zu erst eine SFS "Hamm (Westfalen) - Hannover - Berlin" und eine SFS "München - Leipzig" und eine SFS "Frankfurt am Main - Leipzig" gebaut.

Der InterRegio ist an der Bahnreform 1994 zu Grunde gegangen, da viele IR Linien weder echter Fernverkehr noch echter Nahverkehr waren. Die IR Linien mit hoher Nachfrage wurden teilweise neu kombiniert und zu IC Linien aufgewertet, so ist die IC Linie 26 die Kombination aus 3 ehemaligen IR Linien nämlich:

Stralsund - Rostock - Hamburg (-Bremen), Flensburg - Hamburg - Kassel Hbf (als IR noch durch das Leinetal und über Eichenberg) und Kassel Hbf - Gießen - Heidelberg - Karlsruhe - Konstanz.

Die Linie 60 war eine IR Linie nur über Pforzheim statt Bruchsal und weiter bis Salzburg, die Linie 61 war eine IR Linie nur über Bruchsal statt Pforzheim und als IR weiter bis Hof.

Heute ist der ICE das was früher der IC, bzw der Städteexpress war.


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